Werne. Vor 81 Jahren endete am 31. März 1945 die Herrschaft des NS-Regimes in Werne mit der Kapitulation der Stadt vor den anrückenden Streitkräften der Alliierten. Das Werner Bündnis gegen Rechts (WBgR) gedenkt dem Jahrestag in diesem Jahr mit einer Kundgebung an der Gedenkstätte Zwangsarbeit am Südring ab 17.30 Uhr.
Sprecher Philipp Müller vom WBgR erklärt zur Bedeutung des Tages: „Für uns ist sowohl der 31. März als auch der 8. Mai ein Tag der Befreiung, an dem unser Dank allen gilt, die im Großen wie im Kleinen Widerstand gegen den Nationalsozialismus und seine Verbrechen geleistet haben – von den Armeen der Alliierten über Partisan/innenverbände bis hin zum Widerstand im ‚Reich‘ selbst. Gleichzeitig steht der Tag auch für die Unvollständigkeit der Befreiung. Weder wurden alle Täter/innen zur Rechenschaft gezogen, noch verschwand die NS-Ideologie aus den Köpfen der Nazis und ihrer Nachfahren. Für sie war der Tag kein Grund zum Feiern, sie mussten militärisch in die Knie gezwungen werden. Zuletzt muss eingewendet werden, dass die Befreiung für viele zu spät kam. Der Friedhof, den Zwangsarbeiter/innen anlegten, zeugt davon.“
Den unterschiedlichen Aspekten des 31. März will das Bündnis mit seiner Gedenkkundgebung Rechnung tragen und lädt zur Teilnahme ein.






















