Wohnungsbau in Werne: Viele Projekte, unterschiedliches Tempo

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Werne. In Sachen Wohnungsbau tut sich in Werne einiges. Im März hat der Stadtrat mit dem Satzungsbeschluss für das Wohnquartier am Südring gerade Baurecht geschaffen. Die ehemaligen gewerblichen Standorte der Post, von Beckmann-Druck und Höttcke-Holz sollen sich ebenfalls möglichst zeitnah zu Wohngebieten wandeln.

Weitere Vorhaben sind unter anderem an Ovelgönne/ Overbergstraße, auf dem Gelände von St. Konrad und jenem der früheren Steintorschule geplant. Ein geplantes Wohngebiet für junge Familien anstelle der ehemaligen Wienbredeschule muss in der Umsetzung nach hinten rücken, weil es noch von der Stadtverwaltung sowie zur Unterbringung von Geflüchteten genutzt wird.

Die Standortentwicklung für eine Wohnbebauung als Nachnutzung für den Gewerbestandort Tecklenborg ist hingegen noch unklar. Neu hinzugekommen ist das Projekt „Wohnen an der Werthwiese“ in Stockum, das städtebauliche Konzept dafür wurde gerade vorgestellt.

Rückt Baustart für Großprojekt Bellingholz-Süd näher?

Das größte Neubaugebiet soll bekanntlich am Bellingholz-Süd mit 180 Wohneinheiten entstehen. Im Ausschuss für Stadtentwicklung, Planung und Wirtschaftsförderung (SPW) fragte deshalb Ferdinand Schulze Froning (CDU) nach, ob und wann sich das ändere. Immerhin liegt der Satzungsbeschluss schon seit Ende 2024 vor.

Doch während beispielsweise beim Projekt „Beckmanns Wohnwerke“ die Arbeiten bereits in vollem Gange sind, gibt es beim Neubaugebiet Bellingholz-Süd bisher noch keinerlei äußere Anzeichen für einen Baustart.

„Es ist kein planerisches Problem, sondern ein ökonomisches“, ordnete dazu Ralf Bülte, Dezernent für Stadtentwicklung und Planung, ein. Derzeit werde nicht investiert, stellte er nicht nur mit Blick auf das Großprojekt Bellingholz-Süd, sondern auch für andere Projekte in Werne sowie in anderen Kommunen fest. Hintergrund für die Zurückhaltung sei die allgemeine finanzielle Lage, hieß es. Auch ein städtebaulicher Vertrag mit dem Investor wurde noch nicht geschlossen.

Dennoch gibt es nach Bültes Einschätzung wohl auch positive Anzeichen für einen baldigen Baustart im Bellingholz. Versprechen könne er dies aber nicht, schränkte er ein.

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