Ausbildungsplatz auf der Zielgeraden ergattern

Anzeige

Werne. Wer im August 2020 eine Ausbildung starten möchte, hat gute Chancen, noch einen Platz zu ergattern – trotz Corona. „Besonders das Handwerk sucht für dieses Jahr weiterhin junge Menschen“, weiß Uta Leisentritt, Vorsitzende der Mittelstands- und Wirtschaftvereinigung (MIT) des Kreises Unna. Angehende Fliesenleger, Maler, Lackierer, Gas- Wasserinstallateure, Köche, aber auch Lkw-Fahrer sowie Maschinen- und Anlagenführer – wie beim Entsorgungsunternehmen RCS in Werne – sind gefragt.

Dirk Vohwinkel, Leiter der Ausbildungsberatung der Industrie- und Handelskammer zu Dortmund, meint: „Wer sich für eine Ausbildung entscheidet, wählt einen sicheren Weg. Die Unternehmen bilden weiter aus, selbst wenn viele Bildungseinrichtungen geschlossen sind.“ Während der Corona-Krise konnten 73 Prozent der Azubis im Handwerk ihre Ausbildung normal weiterführen, 45 Prozent von ihnen konnten sogar mobil bzw. im Home-Office arbeiten. Nur 1,4 Prozent der Betriebe machten von dem Instrument der Kurzarbeit für ihre Azubis Gebrauch, heißt es in der IHK-Mitteilung, die sich auf eine Umfrage unter circa 3.500 Ausbildungsbetrieben in ganz Nordrhein-Westfalen beruft.

- Advertisement -

Trotz Corona sind allein in der IHK-Lehrstellenbörse mehrere hundert freie Ausbildungsplätze für das Jahre 2020/21 registriert. Sechs Prozent der Unternehmen in Dortmund, Hamm und im Kreis Unna stellen im ursprünglich geplanten Umfang Ausbildungsplätze zur Verfügung. 3,6 Prozent wollen sogar mehr Ausbildungsplätze als geplant anbieten. Eines von ihnen ist RCS in Werne. „Wir suchen kurzfristig Azubis als Lkw-Fahrer im Nahverkehr oder Anlagen- und Maschinenführer“, sagt Geschäftsführerin Adelheid Hauschopp-Francke. Schulabgänger und Betriebe zusammen zu bringen, sei das Hauptproblem aktuell. „Dennoch: Ich sehe für alle Beteiligten gute Chancen, im Sprint noch zum Erfolg zu kommen“, meint sie.

Zwischen zehn und 13 Auszubildende stellt das Entsorgungs- und Recyclingunternehmen an der Capeller Straße 147 in Werne jedes Jahr ein. „Bei uns kann man auch Karriere machen ohne einen höheren Schulabschluss“, versichert Adelheid Hauschopp-Francke. Und ganz genauso sehe es auch bei vielen anderen (Handwerks)-Berufen aus.

Einen guten Überblick bietet die Azubibörse der Stadt Werne unter https://www.werne.de/de/wirtschaft/ausbildungsboerse/liste-der-offenen-stellen.php. Hier lohnt es sich, bei Interesse für einen Ausbildungsberuf schnell Kontakt zum jeweiligen Betrieb aufzunehmen, ob der Platz noch frei ist.

Weitere Artikel von Werne Plus

„Zukunft braucht Herkunft“: Ministerin besucht Feier der Altstadtfreunde

Werne. „Sie geben dieser Stadt ein lachendes Gesicht“, sagte Ina Scharrenbach, als sie den Freunden des historischen Stadtkerns Werne persönlich zum elfjährigen Geburtstag gratulierte. Die...

„Gallensteine – was tun?“: Einladung zum Patientenseminar

Lünen. „Wie entstehen eigentlich Gallensteine? Wie erkennt man sie? Und was kann man dagegen präventiv tun?“ Die beiden Chefärzte Priv.-Doz. Dr. med. Roland Kurdow...

TV-Herren lassen gegen Dolberg Punkte liegen, aber „nach wie vor im Soll“

Werne. Die Handballer des TV Werne haben in der Männer-Bezirksliga die zweite Niederlage in Folge einstecken müssen. Gegen den SV Eintracht Dolberg musste sich...

Probleme mit Elterntaxis: Verkehr an Kita Jona rückt in den Fokus

Stockum. In der Kita Jona in Stockum ist bei 45 zu betreuenden Kindern innerhalb der Woche immer viel los. Das gilt ebenso in Bezug...