Bundesweiter Warntag: Probealarm am 10. September

Anzeige

Kreis Unna. Großbrände, Unwetter, Bombenentschärfungen oder andere Ernstfälle: Nur wenn alle rechtzeitig Bescheid wissen, können Gefahren gebannt und größere Schäden abgewendet werden. Gewarnt wird die Bevölkerung beispielsweise durch Sirenen. Doch wie klingen die, und was ist bei einem Alarm zu tun? Genau das soll beim ersten bundesweiten Warntag am 10. September geübt werden.

Seit zwei Jahren gibt es den Warntag in Nordrhein-Westfalen. Jetzt wurde beschlossen, ihn jährlich jeweils am zweiten Donnerstag im September durchzuführen – und zwar in ganz Deutschland. Bundesweite Premiere ist am kommenden Donnerstag, 10. September um 11 Uhr.

- Advertisement -

Wie wird gewarnt?

Sirenen, Radiomeldungen, Lautsprecherfahrzeuge – diese altbewährten Warnmittel sind noch immer im Einsatz. Doch im digitalen Zeitalter kommen neben den altbewährten Warnmitteln heute auch Warn-Apps wie z.B. „NINA“ oder soziale Medien zum Einsatz. Gewarnt wird grundsätzlich immer mit einem Mix der verschiedenen Mittel, um möglichst alle zu erreichen.

So klingt die Sirenen-Warnung

Ältere kennen die Signale der Sirene aus dem Krieg und denken mit Schrecken daran zurück, Jüngeren sagen die Warntöne meist nichts. „Angst muss niemand haben, Ahnung schon“, meint Landrat Michael Makiolla. Er wirbt dafür, sich im Vorfeld über die Signale zu informieren, sie sich einzuprägen und dann am 10. September genau hinzuhören. Die Möglichkeit zur „Hörprobe“ der unterschiedlichen Sirenensignale gibt es unter www.warnung.nrw/sirenen.

Probe im gesamten Kreis

Möglich ist die Warnung der Bevölkerung über Sirenen in allen Städten im Kreis Unna mit Ausnahme der Stadt Lünen. Je nach Ausbaustufe des Sirenennetzes werden aber nicht überall im Kreisgebiet die Sirenen zu hören sein. Die Signalfolge des Probealarms mit fünfminütigem Abstand zwischen den Signalen und deren Bedeutung:

Dauerton, eine Minute lang, Bedeutung: Entwarnung
An- und abschwellender Ton, eine Minute lang, Bedeutung: Warnung! Radio einschalten, auf Durchsagen achten, Informationen über das Internet einholen
Dauerton, eine Minute lang, Bedeutung: Entwarnung

Parallel zu den Sirenen wird pünktlich um 11 Uhr über die über die kostenfreie Warn-App „NINA“ (Notfall-Informations- und Nachrichten-App des Bundes) eine Probewarnmeldung versendet.

Was im Ernstfall zu tun ist

Am 10. September handelt es sich nur um einen Probealarm. Doch wenn es wirklich ernst wird, gibt es über „NINA“ auch ganz konkrete Handlungsempfehlungen. Das kennen diejenigen, die „NINA“ auf ihrem Smartphone haben, schon von Unwetterwarnungen (z.B. „Suchen Sie Schutz in einem Gebäude“) oder der Corona-Gefahreninformation (z.B. „Waschen Sie sich regelmäßig und gründlich die Hände“).

Bei einer realen Gefahrenlage werden diese Hinweise nicht nur über „NINA“ versendet, sondern über viele Quellen. Bürgerinnen und Bürger sollten Radio oder Fernsehen einschalten und auf Lautsprecherdurchsagen achten. Außerdem erhalten sie verlässliche Informationen auf der Internetseite www.kreis-unna.de und in den Social Media-Kanälen des Kreises (www.facebook.com/KreisUnna, www.twitter.com/kreis_UN) oder der betroffenen Stadt oder Gemeinde.

Weitere Informationen zum bundesweiten Warntag am 10. September um 11 Uhr gibt es auf der vom Bundesamt für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe geschalteten Internetseite www.bundesweiterwarntag.de und im Nachrichtenportal des Kreises Unna www.kreis-unna.de/nachrichten. PK | PKU

Weitere Artikel von Werne Plus

Tier der Woche: Kater Paul sucht ein Zuhause

Kreis Unna. Oft steckt eine traurige Geschichte dahinter, wenn Tierheime ein Tier aufnehmen: Das Miteinander klappt nicht, der Zeitaufwand ist zu groß oder die...

Solebad-Bilanz 2025: Stadt schießt wieder 2,7 Millionen Euro zu

Werne. Das Jahresergebnis 2025 des städtischen Bäderbetriebs weist ein dickes Defizit aus, das aus Mitteln der Kapitalrücklage abgedeckt werden soll. 2,727 Millionen Euro fehlten unterm...

„Warnsignale ernst nehmen“ – Hitze für Haustiere sehr gefährlich

Werne. Die Temperaturen steigen derzeit auf extreme Höchstwerte. Für viele Haustiere stellt das schnell eine Belastung dar. Mit einigen einfachen Maßnahmen können Tierhalter ihre...

Kolping gedenkt seiner Kolpingbrüder in der Esterwegen

Werne. Im damaligen KZ Esterwegen trafen 43 Teilnehmende vor Wochenfrist zuerst im Klosterder Franziskanerinnen ein, die sich mit ihren Gebeten den Toten und Leiden...