Café Future: „Für den Klimaschutz müssen alle etwas tun!“

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Werne. Das Café Future fand wieder in den Räumen der Familienbildungsstätte statt. Die 14 zugelassenen Plätze waren schnell belegt, acht weitere Zuhörer schalteten sich per Zoom-Konferenz zu. Ralf Bülte, Dezernent der Abteilung Planen und Bauen, und Johannes zur Bonsen in seiner Funktion als Klimaschutzmanager hatten eine Präsentation vorbereitet, um die Bürger über den aktuellen und zukünftigen Stand des Klimaschutzes in Werne zu informieren.

Johannes zur Bonsen stellte u.a. sein Konzept vor in partizipativen und thematischen Workshops die verschiedenen Schwerpunkte im Bereich Klimaschutz anzugehen und dabei die Werner Bürger und Bürgerinnen direkt in den Prozess einzubeziehen. Ziel sei es, so zur Bonsen,  den CO2-Ausstoß nachweisbar zu senken und dass mit realisierbaren Maßnahmen umzusetzen. In dem Zusammenhang wurde auch auf das verschobene diesjährige Stadtradeln verwiesen, das noch im September starten soll.

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Dabei wurde auch immer wieder die Problematik diskutiert, dass auf der einen Seite aufgrund der zunehmenden Geschwindigkeit des Klimawandels zügige und weitreichende Veränderungen angestoßen werden müssten und auf der anderen Seite politische Prozesse und die einhergehende Kompromissfindung zu viel Zeit in Anspruch nähmen.

Bülte sprach in der Debatte auch die Selbstverantwortung  der Bürger an, nicht nur darauf zu warten, dass die Politik alles richte. „Für den Klimaschutz müssen wir alle etwas tun“, so Bülte. In das gleiche Sprachrohr richtete einer der Teilnehmer seinen Appell „Legt alle Grünflächen an, egal, ob im eigenen Garten oder an öffentlichen Stellen!“

Eine weitere Kontroverse entspann sich immer wieder um die Frage, ob es wichtiger sei, Arbeitsplätze zu erhalten und dafür in Kauf zu nehmen, dass Flächen weiter versiegelt und Wirtschaftswachstum ungebremst voran getrieben werde oder inwiefern nachhaltige Wirtschaftsansätze auch in Werne Fuß fassen könnten.  Die immense Flächenversieglung und fehlende Dachbegrünung eines großen Werner Arbeitgebers brandete in der Debatte immer wieder kritisch auf.

Dem Thema „Wirtschaft neu denken“ widmet sich auch der kommende Café Future Termin am Donnerstag, 1. Oktober, ab 18.30 Uhr in der Fabi. Die Natürlich!Werne-Klimainitiative, die in Kooperation mit der Familienbildungsstätte Werne das Café Future unterhält, verwies am Ende der Veranstaltung auch auf den kommenden globalen Klimastreik-Tag am 25. September, an dem auch in Werne ab 15 Uhr  eine Demonstration unter Coronaschutzbestimmungen auf dem Werner Marktplatz stattfinden wird.  „Dies sei eine der vielen Möglichkeiten auch im individuellen Rahmen für den Klimaschutz Gesicht zu bekennen“, so die Initiative.

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