Druckfrische Wanderkarte liefert Orientierung

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Werne. Dem Spaß am Wandern kann man auf den neun neuen Wanderwegen in Wernes naturnaher Umgebung frönen. Nachdem im Sommer die Rundwege W1 bis W9 bereits ausgezeichnet wurden, liegt jetzt auch die dazugehörige Wanderkarte mit den farblich gekennzeichneten Touren inklusive Streckenlängen vor und ist ab sofort in der Tourist Info am Markt, beim Verkehrsverein am Roggenmarkt und im Stadthaus kostenlos zu haben.

Auch Sparkasse und Volksbank werden in diesen Tagen noch mit Exemplaren beliefert, versicherte David Ruschenbaum vom Stadtmarketing am Montag zusammen mit Bernhard Wesselmann vom Wanderclub Werne und Gisbert Bensch vom Sauerländischen Gebirgsverein (SGV) Lünen-Selm. Von der Idee über die Organisation bis hin zur Markierung haben die drei dazu beitragen, dass sich die typisch Münsterländer Landschaft rund um die Stadt nun auf gut gesteckten Kursen entdecken lässt.

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„Die vorherige Wanderkarte stammt von 1992“, erinnerte Wesselmann daran, dass das Vorgängerexemplar aus Sicht der Wanderfreunde außerdem mit einem Nachteil behaftet war. Denn die darauf verzeichneten Touren ließen sich immer nur auf einer Linie zwischen Ost und West beziehungsweise zwischen Norden nach Süden und zurück erwandern. Hinzu kam, dass sie durch die fortschreitende Entwicklungen wie etwa in den Gewerbegebiete ins Leere liefen. Wesselmanns Idee, neue Rundwanderwege anzulegen und jeweils mit einem Parkplatz als Start- und Zielpunkt auszustatten, ist mit den druckfrischen Wanderkarten nun umgesetzt.

Auf großflächigen Tafeln sind hier zudem die jeweiligen Rundtouren abgebildet und machen die Orientierung einfach. Bis zum Frühjahr soll das Wanderwegenetz mit touristischem Mehrwert für die Stadt Werne auch digitalisiert zur Verfügung stehen, kündigte David Ruschenbaum ferner an. Auf der Homepage werden die Touren beschrieben und zum Download bereitgestellt. Ferner sollen die Infotafeln an den Parkplätzen mit QR-Codes ausgestattet werden.

Für ihren Einsatz zollte Wesselmann Bensch und Ruschenbaum Anerkennung. „Sie haben die ganze Arbeit geleistet, ich war nur Statist“, freute er sich über das nun gut strukturierte Wanderwegenetz. Der Wanderclub hätte dies nicht leisten können, sagte Wesselmann und betonte, dass beide jenseits der Dienststunden auch viel Freizeitarbeit in das Projekt investiert hätten.

Man „darf“ übrigens auch mit dem Rad zu den Wanderparkplätzen fahren, meinte Gisbert Bensch. Dafür wäre es sinnvoll, auch Abstellmöglichkeiten für Fahrräder zu schaffen, regte er an. Der frühere Tiefbauamtsleiter der Stadt und SGV-Mitglied hatte die Markierung der Wanderwege im Sommer mit Unterstützung seiner Enkelkinder nach und nach vorgenommen, beziehungsweise die alten Kennungen entfernt. Er wird auch künftig ehrenamtlich regelmäßig auf den Wanderwegen nach dem Rechten sehen. So wurde mit dem SGV vereinbart, die Wege alle zwei Jahre komplett zu überprüfen, hieß es ferner.

Dass sich die Mühe gelohnt habe, zeigten viele Wanderer – einheimischen wie auswärtige – die gerade auch am vergangenen Wochenende auf den Rundtouren unterwegs waren, berichteten Bensch und Wesselmann von positiver Resonanz. Abschließend appellierte Bernhard Wesselmann dann noch an die Radfahrer: „Die Wege sind für die Wanderer gedacht“.

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