Nach aufgehobener Präsenzpflicht bleibt ein Drittel der Plätze leer

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Werne. Seit Montag gibt es keine Präsenzpflicht mehr für Schüler in NRW. Bei Kindern der Jahrgangsstufen 1 bis 7 haben die Eltern die Wahl, ob die Kinder in der Schule oder von zu Hause aus am Unterricht teilnehmen. Ab Klasse 8 ist Distanzunterricht angesagt. An den beiden Gymnasien sind zum Wochenstart rund ein Drittel der Schüler zum Unterricht gekommen.

„In der Summe haben wir etwa 100 Kinder in den drei Jahrgängen betreut“, so der Leiter des Gymnasium St. Christophorus, Thorsten Schröer. Insgesamt seien so rund ein Drittel zum Präsenzunterricht erschienen. Besonders wenig Kinder sind nach seiner Aussage im 7. Jahrgang zum Unterricht gekommen, hier waren in den drei Klassen lediglich sieben bis neun Schüler anwesend. Schröer war mit seiner Stellvertreterin Sandra Crämer in allen Klassen unterwegs. „Wir hatten den Eindruck, dass die Kinder diese individuelle Betreuung genossen haben und die Stunden entspannter abgelaufen sind, als wenn die Klassen voll gewesen wären“, sagt der Schulleiter und vermutet, dass gerade deshalb die Schüler motiviert sind, bis zum Ende der Woche am Unterricht teilzunehmen.

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Unterschiedlich gut besuchte Klassen am Anne-Frank-Gymnasium

Thorsten Kluger, stellvertretender Schulleiter des Anne-Frank-Gymnasiums, hat am Montag 163 Schüler in den drei unteren Jahrgängen gezählt. Dies sind etwa 61 Prozent der sonst 267 Kinder in den zehn Klassen. „In den Klassen im fünften Jahrgang erschienen etwa die Hälfte der Schüler, im sechsten Jahrgang waren es schon deutlich mehr und im siebten Jahrgang hat eine der vier Klassen sogar komplett am Unterricht teilgenommen. Dagegen ist es in den anderen drei Klassen ziemlich leer gewesen“, berichtete Kluger. In einer Klasse nahmen lediglich zwei Schüler am Präsenzunterricht teil – also ganz nah dran an einer Eins-zu-eins-Betreuung.

Thorsten Schröer, Leiter des Gymnasium St. Christophorus, hat in den vergangenen Monaten gute Erfahrungen mit dem Lernen auf Distanz gemacht. Foto: Volkmer

Die jüngeren Schüler bleiben in der letzten Woche vor den Ferien in den beiden Gymnasien  nicht unter sich. Zwar erfolgt der Unterricht in der Oberstufe ab sofort im Lernen auf Distanz, aber die bereits geplanten Klausuren werden nach Plan bis einschließlich Freitag geschrieben. „Bei uns stehen unter anderem noch zwei Klausuren für die Q2 an, die wegen der Quarantäne verschoben worden waren“, berichtet Schröer. Für die Klausuren werden die Lerngruppen im Gymnasium St. Christophorus noch einmal getrennt, sodass dann nicht 24 Schüler, sondern nur etwa die Hälfte gemeinsam in einem Raum sitzt. Im Anne-Frank-Gymnasium werden die Arbeiten in den größten Räumen der Schule geschrieben.

Das Lernen auf Distanz funktioniere dank der Erfahrungen aus dem Frühjahr problemlos. Neben der Einspeisung von Lehrmaterial über die Kommunikationsplattform der Schule wird es auch Aufgaben geben, die in Präsenzform vor dem Rechner erledigt werden müssten, kündigte Schröer an. Der Schulleiter wies aber auch darauf hin, das in der letzten Woche vor den Weihnachtsferien vor allen Dingen bei den jüngeren Schülern kein volles Programm mehr angesagt sei. Auch im Anne-Frank-Gymnasium sind die Erfahrungen bei der „Schule ohne Klassenraum“ gut. „Wir hatten in der EF und in der Q2 eine Quarantäne. Danach haben wir nur positive Rückmeldungen erhalten, dass das gut gelaufen ist“, so Kluger, der auch davon überzeugt ist, dass die wenigen verbleibenden Schultage des Jahres recht entspannt ablaufen werden.

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