„SURFWRLD passt nach Werne“

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Werne. Im Frühjahr und Sommer ein Freizeitpark, im Herbst und Winter eine Forschungsstation: Auf dem ehemaligen Zechengelände in Werne läuft derzeit das Planungsverfahren zum größten Surfpark der Welt. Die SURFWRLD soll 2023 an den Start gehen und die Lippestadt mit einer überregional bedeutsamen Sport-, Veranstaltungs- und Freizeitanlage touristisch aufwerten. 16 Hektar Gesamtfläche, das Hauptbecken mit den Maßen 250 x 95 x 1,8 Meter, Wellenhöhen bis zwei Metern, 200.000 erwartete Gäste – das sind nur einige Zahlen des Projekts, hinter dem mit Dr.-Ing. Michael Detering ein Bürger aus Werne steht. Mit dem privaten Investor sprach WERNEplus über Hürden im Planungsverfahren, Herausforderungen und kursierende Gerüchte rund um den Surfpark. Hier Teil 1 des Interviews.

Hallo Herr Dr. Detering, warum ist für Sie Werne der ideale Standort für den größten Surfpark der Welt und nicht Krefeld, wo ebenfalls eine Anlage in Planung ist?

In Krefeld ist man sehr früh an die Öffentlichkeit gegangen. Wir waren da zurückhaltender, wollten erst große Fragen geklärt haben. Wir reden aber mit den ausländischen Investoren aus Krefeld. Beide Seiten sind der Meinung, dass in Nordrhein-Westfalen genug Platz für beide Anlagen ist. Als wir den weltgrößten Park ankündigten, schlug das in der Surfszene mächtig ein. Ich sehe hier eine Menge Standortvorteile. Die SURFWRLD passt nach Werne.

Was macht Sie so sicher, dass das Surfpark-Projekt das Planungsverfahren erfolgreich besteht und der Betrieb Ende 2022 bzw. im Frühjahr 2023 aufgenommen werden kann?

Wir planen nicht in einem Naherholungsgebiet, sondern auf einer Industriebrache. Wir haben als Projektentwickler Erfahrung, klären erst die großen Fragen selbst ab, bevor wir zusätzlich Gutachten in Auftrag geben: Bodenbelastung, Standfähigkeit, Energie, Verkehrsanbindung, Arten- und Naturschutz – wir nehmen uns zuerst die kritischen Punkte vor. Diese haben wir geprüft und sind zum Ergebnis gekommen: Das geht. Und wir waren wirklich sehr kritisch. Nach den Gutachten geht es an die Detaillierung.

Wie sieht es denn beispielsweise mit dem Umweltschutz auf der Brache aus?

Zunächst: Wir planen auf einer langjährigen privaten Industriebrache und nicht auf einer öffentlichen Grünfläche. Trotzdem achten wir natürlich auf den Umweltschutz. Wir haben genau einen Hinweis auf eine relevante Art – einen Vogel – gefunden und werden für diesen in der Nähe ein passendes Ersatzhabitat finden.

Grundsätzlich ist uns aber die Nachhaltigkeit ein sehr wichtiges Thema. Entsprechend setzen wir auf Strom aus erneuerbaren Energien, Energieeffizienz und nachwachsende bzw. recycelte Baustoffe, sowie Effizienz und Müllvermeidung in Gastronomie und Verwaltung. Die Dachflächen möchten wir begrünen.

Teil 2 des Interviews mit Dr. Michael Detering folgt am Sonntag, 8. November.

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