Verwirrung und Stau durch neue Ampelanlage am Südring

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Werne. Seit einer Woche rollt der Verkehr über die neue Lippebrücke zwischen Bergkamen und Werne. Im Zuge der Verkehrbeschränkungen ist am Ortseingang in Werne vor dem Südring eine Ampelanlage installiert worden. Diese sorgt mit einer zusätzlich eingerichteten Busspur beim Großteil der Fahrer, die aus der Lippestadt in Richtung Rünthe fahren möchten, für Verwirrung.

In den Sozialen Netzwerken hat die neue Regelung bereits für angeregte Diskussionen gesorgt, denn vielen Autofahrern ist nicht klar, dass sie die zweite Spur, auf der Busse und Baustellenfahrzeuge in Richtung Rünthe fahren sollen, nicht benutzen dürfen. Die Vielzahl der vor der Ampelanlage aufgestellten Schilder führt zudem aus Sicht vieler Verkehrsteilnehmer nicht dazu, dass die neue Reglung als übersichtlich wahrgenommen wird.

Die Problematik ist auch bei der zuständigen Straßen.NRW-Regionalniederlassung Ruhr angekommen. „Wir haben das im Auge und sind derzeit in Gesprächen mit beiden Städten und dem Verkehrssicherer, wie das besser geregelt werden kann“, so die Medienbeauftragte Nadia Leihs auf Anfrage von WERNEplus. Zudem sei es wetterbedingt noch nicht möglich gewesen, Markierungen anzubringen. Dies soll nach Auskunft der Sprecherin aber noch in der laufenden Woche nachgeholt werden. „Wir hoffen, dass die Verkehrsführung dann noch etwas klarer wird“, unterstrich die Sprecherin.

Staus in Richtung Werne sind als Problem bekannt

Auch die langen Staus, die sich durch die Baustellenampel in Richtung Werne bilden, sind in der Regionalniederlassung bekannt. „Das scheint ein großes Problem zu sein“, bestätigte Leihs. Eine Möglichkeit, dies zu ändern, könnte eine andere Taktung bei der Ampelschaltung sein. „Wir überlegen außerdem, ob hier noch weitere Veränderungen vorgenommen werden sollten“, sagte Leihs. Dazu könnte beispielsweise die Einrichtung einer Schranke vor der Busspur gehören. Dass es bei der neuen Verkehrsführung nicht ganz glatt läuft, ist für den Landesbetrieb nicht neu. „Das ist ein allgemeines Problem, denn die Verkehrsteilnehmer brauchen immer etwas Zeit, um sich an solche Veränderungen zu gewöhnen“, erklärte Leihs.

Polizei kontrolliert an der Lippebrücke: 44 Vergehen in zwei Stunden

Auch an der neuen Brücke läuft nicht alles regelgerecht. Die Kreispolizeibehörde Unna hat im Rahmen eines Sondereinsatzes auf der Lippebrücke am Dienstagmorgen insgesamt 44 Verstöße in zwei Stunden festgestellt. Zwischen 7 und 9 Uhr kontrollierten die Einsatzkräfte das seit dem 1. Dezember geltende Durchfahrtsverbot für Fahrzeuge, die breiter als 2,30 Meter sind. Insgesamt haben 41 Verkehrsteilnehmer gegen diese Regel verstoßen. Diese Missachtungen haben laut Polizeimeldung Bußgelder nach sich gezogen. Darüber hinaus erfassten die Polizeibeamten zwei Strafanzeigen wegen Fahrens ohne Fahrerlaubnis und ein Verwarnungsgeld wegen technischer Mängel an einem Fahrzeug. Die Kontrolle soll nicht einmalig bleiben. Die Kreispolizeibehörde Unna hat angekündigt, regelmäßig und unangekündigt Kontrollen dieser Art auf der Lippebrücke durchführen.

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