Frauen machen klar: „Gewalt kommt nicht ins Netz“

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Werne. Das Thema „Gegen Gewalt an Frauen“ wird in der landesweiten Aktionswoche vom 22. bis 27. November 2021 aufgegriffen. Die Gleichstellungsbeauftragten der Städte und ihre Kooperationspartner/innen im Kreis Unna machen mit.

So auch am Dienstagvormittag auf dem Wochenmarkt in Werne: Hier informierten Monika Eichmanns, Gleichstellungsbeauftragte der Stadt Werne, Michele Taubert vom Frauenforum im Kreis Unna e.V. und Tanja Weber, Kriminalkommissarin und Opferschutzbeauftragte der Kreispolizei, an ihrem Stand insbesondere auch darüber, wie und wo Betroffene und Angehörige Rat und Hilfe finden können. „Wir haben ein offenes Ohr und sind gut vernetzt“, schilderte Monika Eichmanns, dass die beteiligten Ansprechpartner/innen auch über die Aktionswoche hinaus verlässliche Anlaufstellen sind.

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Gar nicht genug Aufmerksamkeit kann die besondere Aktion „Gewalt kommt nicht ins Netz“ finden, die die Frauen am Stand vorstellten. Die gemeinsame Kampagne der Gleichstellungsbeauftragte, des Frauenforums und der Bürgermeister/innen des Kreises setzt ein außergewöhnliches Zeichen. Der Appell „Gewalt kommt nicht ins Netz“ steht in großen Lettern auf wieder verwendbaren Obst- und Gemüsenetzen, die im ganzen Kreis zu unterschiedlichen Aktionen ausgegebenen werden. Der Anlass ist dringend genug: „Psychisch, sexualisiert, körperlich und längst auch digital. Gewalt stellt immer eine Verletzung der körperlichen und seelischen Integrität dar, verletzt Menschen- und Grundrechte“, heißt es im Flyer zur Aktion. Die Frauen- und Mädchenberatungsstelle im Kreis hat die Broschüre „Selbst:Bewusst – Stark gegen Gewalt an Frauen“ herausgegeben.

Gemeinsam mit dem Runden Tisch gegen häusliche Gewalt im Kreis Unna soll die öffentliche Wahrnehmung geschärft und auf direkte Schutz- und Hilfsangebote vor Ort aufmerksam gemacht werden. Finanzielle Unterstützung für die Kampagne kommt von den Sparkassen des Kreises Unna und vom NRW-Ministerium.

Am Infostand auf dem Wochenmarkt fanden die Obst- und Gemüsenetze und Beutel mit dem Aufdruck des Hilfetelefons für Frauen 08000 116 016 solidarisches Interesse und dürften in der Stadt für viel Sichtbarkeit sorgen. Am 4. Dezember (18.30 Uhr) wird Tanja Weber in dem Vortrag in der Volkshochschule Werne über „Gefahr im Netz – Cybermobbing, Cybergrooming& Sexting“ berichten. (Anmeldungen über die VHS).

Mit Lesestoff zum Thema, wie ihn hier Jasmin Krusche vorzeigt, ist ein Regal in der Stadtbücherei ausgestattet. Foto: Gaby Brüggemann

Im Rahmen der Aktionswoche finden Interessierte in der Stadtbücherei im Alten Steinhaus zudem ein mit vielfältigem Lesestoff ausgestattetes Bücherregal mit Sachbüchern oder Titeln aus der Belletristik vor. Auch die kostenlosen orangenen Folien, mit denen zum Gedenktag gegen Gewalt an Frauen am 25. November selbst gestaltete Lichter auf der eigenen Fensterbank gesetzt werden können, ist hier haben, sagte die Leiterin der Stadtbücherei, Gerlinde Schürkmann.

Apropos Zeichen: Zum Auftakt der Aktion „Werne Leuchtet“, die parallel am Donnerstag, 25. November startet, werden die Fassaden von städtischen Gebäuden sowie beteiligter Wohn- und Geschäftshäuser ganz und gar in orangenes Licht getaucht. „Orange your City – Werne sagt NEIN zu Gewalt gegen Frauen“, lautet die Botschaft. Die Farbe Orange ist das Zeichen gegen Gewalt und für eine gewaltfreie Zukunft, sagte Monika Eichmanns und freute sich über die angekündigte Unterstützung durch die evangelische Jugend, die am Donnerstag mit einem kreativen Beitrag dabei sein wird. Die Jugendlichen werden mit Kreide-Graffiti auf dem Boden ihr eigenes Zeichen setzen. Bei Facebook kann man unter #wernesaysno eigene Fotos der Lichtaktionen in der Stadt hochladen, ergänzte Eichmanns.

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