Impfungen für Geflüchtete laufen erst schleppend, dann positiv

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Werne. Rund 80 Erwachsene – sowohl Geflüchtete als auch andere Personen – leben in den städtischen Unterkünften. Ihnen machte die Stadt Werne am vergangenen Sonntag ein Impfangebot in der Linderthalle.

„50 Prozent von ihnen konnten wir impfen. Das ist eine gute Quote“, berichtete Ordnungs- und Sozialdezernent Frank Gründken, der mit seinem Team die Organisation von Alexander Ruhe übernommen hat. Bereits am Tag zuvor fanden die Zweitimpfungen für rund 400 Lehr- und Erziehungskräfte statt.

Gründken dankte vorab den Helferinnen und Helfern aus der Verwaltung, aber auch von der Arbeitsgemeinschaft Flüchtlinge (AGF) und dem Integrationsverein Hockey United Werne. Die Ehrenamtlichen betreuten vornehmlich den Nachwuchs der Impfwilligen draußen vor der Linderthalle. Malutensilien und Ballspiele beschäftigen die Kleinen in der Zwischenzeit.

Hasan Mohammad vom Integrationssportverein Hockey United Werne half bei der Betreuung der Kinder mit. Foto: Wagner
Hasan Mohammad vom Integrationssportverein Hockey United Werne half bei der Betreuung der Kinder mit. Foto: Wagner

Zunächst lief die Aktion schleppend an. Bewohner mussten an den Termin erinnert werden und kamen dann etwas verspätet. „Das hat schließlich doch gut geklappt, auch wenn einige aus verschiedenen Gründen das Impfangebot abgelehnt haben. Auch unsere Obdachlosen wussten Bescheid, waren aber leider nicht auffindbar“, so Gründken weiter.

Verimpft wurde das Vakzine von Johnson & Johnson, das nur einmal gegeben werden muss, um einen guten Schutz vor einer COVID-19-Erkrankung zu gewährleisten.

AGF-Sprecher Dr. Hermann Steiger schilderte zudem Gespräche aus den Unterkünften, dass Geflüchtete durch impfskeptische Videos im Internet verunsichert seien und daher das Angebot ablehnten.

Laut der Verordnung des Landes NRW gehören Menschen, die in städtischen Wohnheimen leben, zur Priorisierungsgruppe 2.

Das vorerst letzte Impfzentrum in der Linderthalle organisiert die Stadtverwaltung am 27. Juni. Dann erhalten die Menschen ihre Zweitimpfung, die im April bei der Verlosung gezogen worden waren.

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