Lithium-Ionen-Akku setzt Feuerwehr Werne in Vollalarm

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Werne (ots). Der Löschzug 1 Stadtmitte sowie die Löschgruppe 4 aus Holthausender Freiwilligen Feuerwehr Werne wurden am Dienstagabend um 18.31 Uhr zu einerausgelösten Brandmeldeanlage in einem Rohstoffverwertungsunternehmen an der Capeller Straße in Werne alarmiert.

Der zuerst eintreffende Einsatzleiter und Leiter der Wehr, Thomas Temmann, erkannte bereits auf der Anfahrt einen Entstehungsbrand in einem der offenen Außenremisen. Die weitere Erkundung bestätigte einen Brand von Misch- und Restwertstoffen in der mittigenvon drei offenen Außenremisen. Es wurde Vollalarm für die Werner Feuerwehr ausgelöst.

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Mitarbeiter des Betriebes hatten bereits mit ersten Löschmaßnahmen begonnen. Das zuerst eintreffende Hilfeleistungslöschfahrzeug der Innenstadt fuhr direkt bis an den betroffenen Außenbereich vor und baute dort einen Löschangriff auf. Ein Trupp unter umluftunabhängigem Atemschutz begann mit dem Hohlstrahlrohr einen ersten Löschangriff, um die Flammen niederzuschlagen.

Parallel wurde vom Tanklöschfahrzeug ein Sicherheitstrupp gestellt und von weiteren nachrückenden Einsatzkräften eine Wasserversorgung für das Hilfeleistungslöschfahrzeug aufgebaut. Die Wasserentnahmestelle lag an der Capeller Straße. Nachdem die ersten Flammen abgelöscht waren, wurde ein Schaummittel dem Löschwasser zugemischt und damit ein Schaumteppich über das noch schwelende Brandgut gelegt.

Der Einsatzleiter stimmte sich mit dem Betriebsleiter ab, damit ein Bagger die Müllberge auseinander zieht, um auch an die versteckten Glutnester zu gelangen. Weitere Trupps löschten die auseinandergezogenen Müllberge mit einem Wasserschaumgemisch ab. Immer wieder kontrollierte der Angriffstrupp unter Atemschutz mit der Wärmebildkamera den Löscherfolg.

Nach 40 Minuten hat die Feuerwehr den Brand unter Kontrolle

Um 19.10 Uhr konnte durch den Einsatzleitwagen der Leitstelle in Unna „Feuer unter Kontrolle“ gemeldet werden. Um sicher zu gehen, dass jedes Glutnest abgelöscht war, wurde der Müll in Container geladen und diese geflutet. Durch den schnellen Einsatz der Freiwilligen Feuerwehr Werne konnte ein Schaden am Dach des offenen Lagerplatzes sowie ein Übergreifen auf benachbarte Remisen verhindert werden.

„Glücklicherweise war der betroffene Bereich verhältnismäßig leer, da dieser sonst hätte komplett entleert und abgelöscht werden müssen. Im Einsatzverlauf wurde die Brandmeldeanlage wieder einsatzbereit geschaltet. Als Brandursache vermuten wir einen falsch entsorgten Lithium-Ionen-Akku in den Mischwertstoffen“, berichtet Oberbrandmeister Tobias Tenk. Diese falsch im Restmüll entsorgten Batterien mit einer hohen Energiedichte sorgten immer wieder für Brände.

Im Einsatzverlauf wurde der Gerätewagen Logistik zum Abtransport der verschmutzten Schläuche und Ausrüstungsgegenstände genutzt. Der Löschzug aus Stockum besetzte die Wache am Konrad-Adenauer-Platz 1b und stellte den sogenannten Grundschutz der Stadt Werne sicher. Dies ist nötig, um bei möglichen Paralleleinsätzen schnell reagieren zu können. Gegen 19.45 Uhr konnte die Einsatzstelle an den Betreiber übergeben werden.

Im Einsatz waren 13 Fahrzeuge mit 58 Kräften. Mit dabei waren auch der Rettungsdienst und die Polizei Werne.

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