Website und Hotline für Impftermine: Geduld zahlt sich aus

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Aktualisiert 26.01.2021, 12 Uhr

Werne. Die Überlastung des Systems war zum Vergabestart der Impftermine für Über-80-Jährige erwartet worden. Am zweiten Tag (26. Januar) lief es dann besser für die impfwilligen Senioren aus Werne. So auch bei Josef Bickmann: Nach dem Frühstück hat es geklappt. Mitte Februar und März sind nun für den 81 Jahre alten Stockumer reserviert. Er stellt fest: „Für uns Ältere ist das Prozedere doch recht schwierig, zum Beispiel mit der Anforderung von Vermittlungscodes. Ich bin froh, dass mir mein Schwiegersohn geholfen hat. Ich weiß nicht, ob ich es alleine geschafft hätte.“

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Ursprüngliche Meldung

Werne/Kreis Unna. Seit dem heutigen Montag (25. Januar) werden die Impftermine in NRW für Über-80-Jährige vergeben. Die hohe Nachfrage führte dazu, dass die Telefonnummern und die Internetseite zeitweise gar nicht erreichbar gewesen sind.

„Die Onlinebuchung von Terminen ist derzeit nicht möglich. Wir arbeiten daran, dass Ihnen diese Möglichkeit schnellstmöglich wieder zur Verfügung steht“ – diese Information erhielten die Nutzer, dies es immerhin auf die Seite des Impfterminservice geschafft haben. Andere Nutzer zeigte der Computer beim Aufrufen der Seite einen „unerwarteten Fehler“ an. So ging es auch dem 81-jährigen Stockumer Josef Bickmann: „Erst ist die Seite den ganzen Vormittag nicht erreichbar gewesen, dann tauchte plötzlich die Meldung auf, dass zur Zeit alle Termine ausgebucht sind und daran gearbeitet wird, dass bald neue Termine angeboten werden können“, sagte er enttäuscht.

Überraschend ist die hohe Nachfrage am ersten Tag nicht gewesen. Schon im Vorfeld waren seitens der für die Koordinierung zuständigen Kassenärztlichen Vereinigung Westfalen-Lippe (KVWL) ähnliche Szenarien erwartet worden. „Es ist kein Geheimnis wenn ich sage, dass wir bei der Terminvergabe – sowohl online als auch telefonisch – mit Problemen rechnen. Mehr als 1.000 zusätzliche Mitarbeiter werden sich um die Telefonie kümmern, aber das ändert nichts an der Tatsache, dass aktuell nur begrenzt Impfstoff zur Verfügung steht – und damit auch nur eine begrenzte Zahl von Terminen. Es wird nicht glatt laufen können, das ist uns bewusst“, erläuterte der KVWL-Vorstandsvorsitzender Dr. Dirk Spelmeyer.

Beide Hotline-Telefonnummern als auch die Webseite www.116117.de waren am Montagmorgen zunächst nicht erreichbar. Offenbar war der Andrang einfach zu groß. Die KVWL sprach am Mittag in einer Mitteilung von „extrem hohen Zugriffszahlen auf die Webseiten und ein hohes Anruferaufkommen“. Es werde unter Hochdruck an der Beseitigung der Engpässe gearbeitet, heißt es darin weiter, bevor es noch eine Empfehlung gibt: „Alle, die die Möglichkeit haben, einen Termin zu einem späteren Zeitpunkt zu buchen, sollten von dieser Möglichkeit Gebrauch machen.“

Die KVWL weist zudem erneut darauf hin, dass jeder Impfwillige drankommen wird, jetzt aber Geduld gefragt sei – zumindest so lange, bis mehr Impfstoff vorhanden ist. Doch wann dies genau der Fall sein wird, kann im Moment niemand sicher vorhersagen. Die Impfstoffmengen reichen zunächst, um ab dem 8. Februar pro Woche etwa 70.000 Menschen in Impfzentren in Nordrhein-Westfalen zu impfen. Bis Anfang April stehen damit nach aktuellem Stand rund 560.000 Impfstoffdosen zur Verfügung.

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