Thomas Temmann: 100 Feuerwehrleute im Dauereinsatz

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Werne. NRW-Ministerin Ina Scharrenbach hat am Donnerstag (15. Juli) den Förderbescheid über 250.000 Euro für den Neubau des Feuerwehrgerätehauses persönlich nach Stockum gebracht (ausführlicher Bericht folgt) und sich ausdrücklich bei den Freiwilligen Feuerwehr für deren Einsatz bedankt.

Wie gut das Geld tatsächlich angelegt sein wird, wurde am Tag nach den schweren Starkregenereignissen deutlich, als ein etwas müder Feuerwehr-Chef Thomas Temmann am Rande des Scharrenbach-Besuchs die Ereignisse der langen Einsatzstunden für WERNEplus zusammenfasste.

Sind bei dem Unwetter Personen zu Schaden gekommen?

Nein, es gab glücklicherweise keine Personenschäden. Alles in allem waren die Auswirkungen hier nicht so extrem wie etwa in Hagen oder anderswo. Dennoch: Auch in Werne gab es viele vollgelaufene Keller oder sonstige Schäden.

Wie viele Feuerwehrleute waren seit gestern Nachmittag im Einsatz?

Wir waren ab 16 Uhr mit rund 100 Kräften im Stadtgebiet unterwegs. 20 Kameraden aus Werne haben am späten Abend noch in Bergkamen ausgeholfen, als die Wehr dort Unterstützung brauchte. Als ich um 22.30 Uhr gefragt habe, wer mitmacht, gingen sofort 20 Hände in die Höhe. Man hilft sich untereinander. Um 4 Uhr morgens waren die 20 Kameraden dann wieder aus Bergkamen zurück.

Gab es besondere Einsätze?

Ja, zum Beispiel am Krankenhaus. Da haben wir einen Technikraum gegen nachlaufendes Wasser mit Sandsäcken abgesichert. Dann lief das Wasser zum Glück auch schon wieder ab. Einsätze für das Krankenhaus haben für uns die Priorität 1. An der Kreuzung am Hansaring /Münsterstraße bei BMW Schmidt sind drei Fahrzeuge während der Fahrt im Wasser stehen geblieben. Ein Landwirt an der Selmer Landstraße war auch sehr stark betroffen und in Langern stand auf einem Hof der Pferdestall unter Wasser. Hier konnten wir durch Abpumpen schnell helfen.

Gab es Unterstützung?

Wir haben sehr gute Unterstützung vom Technischen Hilfswerk bekommen. Das war eine gute Zusammenarbeit. 15 Männer und Frauen des THW haben mit angepackt und uns mit zusätzlichen Pumpen und Sandsäcken unterstützt. Auch der Bauhof war im Einsatz, ebenso wie das Ordnungsamt. Was mir aufgefallen ist: Es gab auch viel Selbsthilfe und Hilfen von Nachbarn untereinander. Ansonsten trifft man ja auch schon mal auf unzufriedene Leute. Diesmal waren aber viele unheimlich dankbar und haben uns beispielsweise mit Getränken versorgt.

Sind die Einsätze abgearbeitet?

In der Nacht sind noch zwei Alarmierungen hinzu gekommen. Und heute Vormittag waren noch einige Kameraden am Gerätehaus, bis dann alles abgearbeitet war.

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