Umwelt- und Insektenschutz: Blühpflanzen wachsen schon

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Stockum/Werne. Blühstreifen bieten insbesondere Bestäubern und Insekten ein vielfältiges Blütenangebot. Da es auf öffentlichen Flächen und Gärten, sowie auf Feldern und Wiesen seit Jahren immer weniger blüht, ist 2020 unter Führung von Robert Schulze-Kalthoff, dem Vorsitzenden des Landwirtschaftlichen Ortsverbandes, erstmals die Idee eines Blühstreifenprojektes im Werner Außenbereich umgesetzt worden. Jetzt sind die neuen Blühstreifen gesät.

Wieder haben sich an dem Projekt in Zusammenarbeit mit der Stadt Werne viele Bürger, aber auch Initiativen und Vereine beteiligt, um mit ihrer Patenschaft dazu beizutragen, dass extra angelegte Flächen, auf denen jetzt zahlreiche Blühpflanzen wachsen, entstehen können, die eine wichtige Nahrungsquelle für Bienen darstellen. Um eine Patenschaft für eine Einheit von 50 Quadratmetern Blühfläche zu erwerben, war es nötig, einen Betrag von 20 Euro zu überweisen. Die heimischen Landwirte kümmern sich im Gegenzug um die Aussaat der Blühmischungen und die Pflege.

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In der zweiten Maiwoche ist die neue Aussaat erfolgt, berichtet Robert Schulze-Kalthoff beim Ortstermin in Stockum. Die Bilanz kann sich sehen lassen. „Es haben 108 Bürger und Gruppen mitgemacht und so für 15.820 Quadratmeter Blühfläche gesorgt“, berichtet der Landwirt. Wie im Vorjahr haben sich auch Schulze-Kalthoff und seine Kollegen beteiligt und ebenso noch einmal 15.820 Quadratmeter für Blühflächen freigegeben.

Doch dieses Mal haben die beteiligen 36 Landwirte sogar noch weitere 18.760 Quadratmeter zusätzlich gespendet. „Insgesamt kommen wir so auf neue Blühflächen, die in einer Größe von 50.400 Quadratmetern zur Verfügung gestellt worden sind“, rechnet Schulze-Kalthoff vor.

Mit dieser beeindruckenden Zahl ist das Ergebnis aus dem Vorjahr erreicht worden. Die Zahl an Paten, die sich bereits zum wiederholten Mal an der bienenfreundlichen Aktion beteiligt haben, sei sehr hoch. „Es gibt aber auch Neuzugänge, wie die Kita St. Sophia“, sagt Schulze-Kalthoff, der sich dennoch über mehr Patenschaften gefreut hätte. „Es ist etwas schade, dass nicht noch mehr Bürger mitgemacht haben, auf der anderen Seite bin ich stolz auf die Landwirte, die – wie im vergangenen Jahr – sehr großzügig aufgerundet haben. Das ist aktiver Umwelt- und Insektenschutz.“

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