Dienstag, Januar 13, 2026

Wegfall der Maskenpflicht macht es für Schulen schwerer

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Werne. Im Ausschuss für Schule und Sport war am Donnerstag (11. November) auch die aktuelle Corona-Situation an den heimischen Bildungseinrichtungen Thema. Dabei wurde deutlich, dass sich die Leitungen die Beibehaltung der Maskenpflicht gewünscht hätten.

„Die Maskenpflicht hat es uns leichter gemacht“, schilderte Nicola Buschkotte, Leiterin der Wiehagenschule. Aktuell ist diese Grundschule am stärksten betroffen: Drei Infektionen in einer vierten Klasse, eine Ansteckung im dritten und ein positiver Pool im ersten Jahrgang. An der Kardinal-von-Galen-Schule in Stockum wurde ein Fall bekannt, die Uhlandschule ist zuletzt verschont geblieben (Stand: 11.11.2021).

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„Die Einzeltestungen in der ersten Klasse waren jetzt allesamt negativ. Nun haben wir eine positive Probe bei der Pool-Testung in einer weiteren vierten Klasse. Aber das muss sich auch erst einmal bestätigen“, so Buschkotte einen Tag später auf Anfrage von WERNEplus.

Bekanntlich geben die Schülerinnen und Schüler zweimal in der Woche anhand des „Lolli-Tests“ Proben ab, die dann im sogenannten Pool gemeinsam analysiert werden. Sollte im Pool eine Infektion auffallen, müssen sich alle Kinder der betroffenen Klasse einem zusätzlichen Test mit Namenskennung unterziehen, um das infizierte Kind herauszufiltern.

Durch den Wegfall der Maskenpflicht ist auch die Quarantäneregelung komplizierter geworden, wie Nicola Buschkotte nach einer Frage aus dem Ausschusskreis erläuterte: „Hat das nachweislich infizierte Kind keine Maske getragen, müssen alle Mitschüler im Umkreis von 1,5 Metern in Quarantäne – egal ob sie eine Maske auf hatten oder nicht. Keine Quarantäne für Kontaktpersonen wird ausgesprochen, wenn sich alle in der Klasse an die Maskenpflicht gehalten haben.“

Von Klasse zu Klasse völlig unterschiedlich werde das Masketragen von den Mädchen und Jungen in der Uhlandschule gehandhabt. „Mal sitzen nur wenige Kinder ohne Maske im Klassenraum, dann wiederum kann man von einem Verhältnis 50 zu 50 sprechen“, berichtete Eleonore Neumann, Leiterin der Uhlandschule.

An den weiterführenden Schulen sei auffällig, dass je älter die Schüler/innen sind, desto konsequenter wird die Maske getragen.

„Wir haben es an der Wiehagenschule mit einigen wenigen Eltern zu tun, die auf das Recht pochen, dass ihre Kinder die schützende Maske nicht tragen müssen“, so Nicola Buschkotte abschließend.

An den weiterführenden Schulen seien zuletzt zwei Infektionen mit dem Coronavirus an der Marga-Spiegel-Schule (darunter eine Lehrkraft) aufgetreten, jeweils ein positiver Fall am Anne-Frank-Gymnasium und Gymnasium St. Christophorus sowie keiner am Berufskolleg (Stand 11.11.2021).

Zehn neue Infektionen in Werne am Freitag

Am Freitag (12. November) wurden dem Kreisgesundheitsamt weitere zehn Infektionen mit dem Coronavirus in Werne übermittelt. Seit Ausbruch der Pandemie summiert sich die Zahl der Ansteckungen in der Lippestadt auf 1.500.

Die aktiven Fälle steigen um acht von 65 auf 73, weil auch zwei Personen als wieder gesund gelten.

Heute sind der Gesundheitsbehörde kreisweit 81 neue Fälle und kein weiterer Todesfall im Zusammenhang mit COVID-19 gemeldet worden.

Insgesamt sind damit im Kreis Unna 22.641 Fälle registriert worden. 21.326 Personen gelten als wieder genesen. Die Zahl der aktuell infizierten Personen liegt bei 807. Derzeit befinden sich 36 Patienten in stationärer Behandlung.

Der 7-Tages-Inzidenzwert pro 100.000 Einwohner wird vom Robert Koch-Institut veröffentlicht. Dieser liegt für den Kreis Unna bei 129,6 (Stand: 12. November 2021).

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