Abwasser und Müll: Gebühren steigen in Werne nur minimal

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Werne. Gute Nachrichten aus dem Haupt- und Finanzausschuss: Die Menschen in Werne werden in 2023 bei den Gebühren für Abwasser und Müll kaum stärker belastet als im noch laufenden Jahr.

Nimmt man die „Familie Mustermann“ zur Grundlage, werden für beide Posten nur 1,01 Euro mehr fällig. Eigentlich war eine Steigerung bei der Abfallentsorgung erwartet worden, doch die höheren Erlöse für Altpapier und eine neue Sortieranlage der Gesellschaft für Wertstoff- und Abfallwirtschaft (GWA) stehen dem Trend entgegen. „Die Kosten für die Abfallbeseitigung bleiben stabil“, betonte Stephan Elsner aus der Stadtkämmerei.

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Familie Mustermann aus Werne hat eine 80-Liter-Restmülltonne und eine 60-Liter-
Biomülltonne. Die vorgeschlagenen Gebührensätze würden für Familie Mustermann eine
Erhöhung der Gebühr in Höhe von 1,41 Euro bedeuten, ist aus der Verwaltungsvorlage zu entnehmen.

„Beim Altpapier haben wir eine erfreuliche Entwicklung“, meinte Elsner. Eine Tonne Altpapier wird im kommenden Jahr mit 123,44 Euro vergütet (2022: 52,77 €, 2021: 10,78 €, 2020: 55,34 €). Die Erlöse steigen daher um 86.303,47 auf 155.966,44 Euro. „Wie es sich weiter entwickelt, lässt sich schwer prognostizieren.“

Dass die Entsorgungskosten insbesondere beim Kostenträger Restmüll sinken, ist vor allem
darauf zurückzuführen, dass Anfang 2023 eine neue Sortieranlage der Gesellschaft für
Wertstoff- und Abfallwirtschaft (GWA) den Betrieb aufnimmt. Dort werden Wertstoffe wie
Metalle, Holz und Kunststoffe aus dem Hausmüll aussortiert, bevor die um die Wertstoffe
reduzierte Menge zur Müllverbrennung nach Hamm geliefert wird. Damit wird die teuer zu
verbrennende Menge geringer, heißt es erläuternd in der Vorlage.

Die insgesamt um 63.570,57 Euro gesunkenen Entsorgungskosten können die gestiegenen
Fremdkosten (Remondis für Behältergestellung und Transport) sowie die gestiegenen
Aufwendungen des Baubetriebshofes nicht auffangen. Doch insgesamt ist der lediglich moderate Anstieg positiv zu sehen.

Entlastung beim Abwasser

Familie Mustermann aus Werne hat einen Wasserverbrauch von 200 m³ im Jahr und eine
versiegelte Fläche von 130 m². Die vorgeschlagenen Gebührensätze würden für Familie
Mustermann eine Senkung der Gebühren in Höhe von insgesamt 0,40 Euro bedeuten: Die Kosten sinken von 728,30 Euro (2022) auf 727,90 Euro (2023).

Viel Lob aus der Politik gab es für die ausführlichen Kalkulationen der Verwaltung. Einige Ausschussmitglieder hätten sich einen Vergleich mit Nachbarkommunen gewünscht. „Vielleicht lässt sich das später nachholen“, regte Christian Thöne (FDP) an.

Die Gebührensatzungen wurden seitens der Politik im Ausschuss verabschiedet und benötigen nur noch „grünes Licht“ im Stadtrat am kommenden Mittwoch (07.12.2022).

Ausblick auf Jahresabschluss 2022

In der Ratssitzung wird auch der Jahresabschluss 2022 des städtischen Haushaltes sein. Bereits im Sommer hatte die Kämmerei vorausgesagt, dass sich das Defizit bei rund 3 Millionen Euro bewegen werde; prognostiziert waren Anfang des Jahres gar 7,5 Millionen Euro. „Ich kann sagen, dass wir dieses verbesserte Ergebnis ungefähr halten werden“, so Stephan Elsner.

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