Dienstag, Januar 27, 2026

An(ge)dacht: Kinder zeigen uns, dass es Hoffnung gibt

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Werne. Neulich ging ich so durch die Stadt, in der ich wohne, und mir fiel ein Junge auf, der an einer Bushaltestelle saß. Er war etwa zehn Jahre alt, schätzte ich, und saß dort und wartete wohl auf seinen Bus. Ich fuhr mit meinem flotten Fahrrad an ihm vorbei und er strahlte mich an und winkte wild fuchtelnd mir zu. Freundlich, wie ich bin, winkte ich zurück und lächelte ihn an.

Meine ersten Gedanken waren: Wer war das? Müsste ich ihn kennen? Habe ich ihn schon mal irgendwo gesehen? Wollte er wohl möglich etwas von mir?

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Nein, ich kannte ihn nicht, nein, ich habe ihn auch noch nie vorher gesehen und sicher wollte er nichts von mir.

Ganz im Gegenteil: Er wollte mich einfach glücklich lächeln sehen. Er schenkte mir sein Lächeln und er wollte eine Rückmeldung: Sein Strahlen wirkte auf mich und strahlte durch mich wieder auf ihn zurück.

Diese doch ganz simple Situation ist nicht mehr alltäglich für uns. Oft gehen wir über diese kleinen Freuden des Alltags hinweg, haben keine Zeit, sind in Gedanken oder einfach in Eile. Das ist schade.

Wenn ich in einer Kirche bin, kann es sein, dass es hin und wieder mir ähnlich ergeht: Gottes Strahlen wirkt auf mich und im Gebet versuche ich, diese Wärme an Sie zurück zu geben. Aber vielleicht noch wichtiger ist es für mich, dieses Strahlen an die Kinder und Mitarbeiterinnen in unseren Kitas weiterzugeben.

Manchmal denke ich, es ist ganz ähnlich, wie mit Kindern: Kinder sind so besonders, so einzigartig und verschieden, dass sie uns in unseren Katholischen Kindertageseinrichtungen hier in Werne jeden Tag auch strahlen lassen. Wir dürfen sie begleiten, mit ihnen ihren Lebensweg ein kurzes Stück gemeinsam gehen. „Das Kind in seiner Familie steht im Mittelpunkt unserer Arbeit“ ist ein Leitgedanke, der uns in unseren vier Kitas  immer wieder leiten und auch herausfordern will.  

Kinder sind für mich ein Geschenk Gottes. Sie zeigen uns, dass es Hoffnung gibt, sie sich aus sich selbst heraus entwickeln: einfach so… Ist das nicht toll?

Ich wünsche Ihnen (vielleicht auch gemeinsam mit Ihren Kindern) einen schönen Sonntag.

Stefanie Heider

Verbundleitung für Kitas der Pfarrei St. Christophorus Werne

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