Brand im Gersteinwerk in Stockum: „Schlimmeres verhindert“

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Stockum. Die Alarmstufe „Feuer 4“ ließ am Dienstagmittag (22.02.2022) die gesamte Freiwillige Feuerwehr zum Gersteinwerk nach Stockum ausrücken.

Beim Eintreffen der ersten Einsatzkräfte gab es von Mitarbeitern des Kraftwerks bereits eine Rückmeldung, dass es im oberen Bereich der Gasturbine zu einem kleineren Brand gekommen sei, der aber bereits mittels Pulverlöscher erstickt wurde.

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Sicherheitshalber fuhren alle Einheiten der Feuerwehr Werne die Einsatzstelle an, zusätzlich alarmiert wurden durch die Rettungsleitstelle mehrere Rettungswagen, der Notarzt, der leitende Notarzt, der organisatorische Leiter Rettungsdienst und der Fernmeldedienst des Kreises Unna. Eine Vorsichtsmaßnahme, weil das Ausmaß des Brandes bei der Alarmierung noch unklar war und es sich um einen Betrieb mit erhöhtem Gefahrenpotential handelt.

Nach einer Erkundung durch Einsatzleiter Daniel Meyer bestätigte sich der Verdacht, so dass die zusätzlich alarmierten Kräfte ihre Einsatzfahrt abbrechen konnten. Für den Fall der Fälle rüsteten sich mehrere Trupps mit Atemschutz aus. Sie bereiteten einen Löschangriff vor.

„Als Brandursache kommt vermutlich eine kleine Öl-Leckage in Betracht. Das ausgetretene Öl hat sich dann an der heißen Oberfläche entzündet und zu den Feuer geführt“, erläuterte Thomas Temmann in seinem Bericht. Die Maßnahmen der Feuerwehr beschränkten sich auf die Kontrolle der Gasturbine mit der Wärmebildkamera, das Kühlen der Anlage war nicht möglich. „Zusätzlich wurden die heißen Dämpfe mit einer Absaugvorrichtung ins Freie befördert“, so der Feuerwehr-Chef weiter.

Fachlich begleitet wurden die Maßnahmen durch ortskundige Mitarbeiter der RWE, einige von ihnen ehemalige Mitglieder der Werkfeuerwehr, die auch die anschließende Kontrolle der Anlage übernahmen.

Der Einsatz konnte um 15 Uhr beendet werden. Vor Ort waren rund 50 Feuerwehrleute aus Stockum, Stadtmitte, Langern und Holthausen, ein Rettungswagen und der Notarzt. Der Grundschutz wurde zwischenzeitlich von den Kameraden/innen aus Langern sichergestellt, die das Gerätehaus in Stadtmitte besetzten.

„Die gute Zusammenarbeit mit den ortskundigen Mitarbeitern des Gersteinwerkes, die gute Vorbereitung auf die Übernahme des Brandschutzes und die Brandfrüherkennung durch die Brandmeldeanlage haben Schlimmeres verhindert und wieder mal gezeigt, wie wichtig ein gut funktionierender Brandschutz ist“, lautete das Fazit von Thomas Temmann.

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