Gedenken an Pogromnacht – Duo Nurith musiziert

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Werne. Zum Gedenken an die Geschehnisse der Pogromnacht vor 84 Jahren lädt die Stadt Werne am Mittwoch, 9. November 2022, um 17 Uhr am Platz der ehemaligen Synagoge in der Marktpassage ein.

Darin wird an die Verbrechen gegen jüdische Mitbürger in der Pogromnacht 1938 und an die Verfolgung und Ermordung von Juden während der Naziherrschaft erinnert. „Damit diese schreckliche Zeit niemals in Vergessenheit gerät und sich niemals wiederholt“, heißt es in der Einladung der Stadt Werne.

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Nach dem Gedenken schließt sich die Musik-Veranstaltung des Duo Nurith mit dem Titel „Judentum in Deutschland“ an. Sie beginnt um18.30 Uhr im kleinen Kolpingsaal. Die beiden Musikerinnen Margarita Feinstein (Klavier) und Freya Deiting (Violine) kommen aus Kamen und Dortmund haben ein besonderes Programm zum Anlass „1700 Jahre jüdisches Leben in Deutschland“ zusammengestellt.

Wie facettenreich die jüdische Kultur ist, zeigt sich in ihrer vielfältigen Musik: angefangen mit Werken der klassischen Musik (z.B. von Fanny Mendelssohn) und traditionellen Klezmerstücken gibt es auch Jahrtausende alte jüdische Lieder zum Schabbat zu hören – hier von der Geige gespielt dem Gesang nachempfunden. Auch Kompositionen jüngeren Datums wie die charmanten Stücke eines Charlie Chaplins und das berühmte Titelthema aus Schindlers Liste zählen zu den musikalischen Darbietungen.

„Margarita Feinstein und Freya Deiting loten dabei immer feinsinnig das allen Stücken innewohnende Nebeneinander von Schmerz und Freude – von Melancholie und Chuzpe – aus, das für die jüdische Musik im Allgemeinen so typisch ist“, heißt es in der Ankündigung.

Beide Musikerinnen blicken demnach auf eine lange regionale wie internationale Konzerttätigkeit sowohl als Solistinnen als auch in verschiedenen Kammermusikformationen zurück. Auf dem Programm stehen Werke von Fanny Mendelssohn, Fritz Kreisler, Franz Léhar, Wladimir Resniek, Charlie Chaplin, John Williams & Traditionals.

Diese Veranstaltung hätte bereits im vergangenen Jahr im Rahmen der Feierlichkeiten „1.700 Jahre jüdisches Leben in Deutschland“ stattfinden sollen, fiel aber auf Grund der Corona-Pandemie aus, erläutert Stephanie Viefhues für das Bürgermeisterbüro.

„Es ist wichtig, jüdisches Leben in Werne zu thematisieren. Insbesondere vor dem Hintergrund des Ukraine-Krieges“, so Monika Eichmanns, Gleichstellungsbeauftrage der Stadt Werne, „und somit ein Zeichen gegen Antisemitismus zu setzen.

Der Eintritt zum Konzert im Kolpingsaal ist frei. Um Spenden wird gebeten.

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