Jugendhilfe Werne schickt Sinnes-Reisende um die Welt

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Werne. Wie schmeckt Guinea? Wie klingt Thailand? Wie riecht Buddhismus? Wie fühlt sich Werne oder der deutsche Mischwald an? Welche einzigartigen Tiere haben ihr Zuhause in Australien? Wo feiert man jährlich das Mädchenfest? Warum sind Haarfrisuren im Kongo so wichtig? Was spielen Kinder in Botswana?

Fragen über Fragen hatten Kinder und Jugendlichen aus den Wohngruppen und Kindertagesstätten der Jugendhilfe Werne und sind auf der Suche nach Antworten mit allen Sinnen durch die Welt gereist. In einem internen Wettbewerb wurden jetzt die Entdeckungen vorgestellt, teilte Ana Heske für die Jugendhilfe mit.

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Die Jury hatte dazu all die vielen Reiseberichte gesichtet. Und soviel steht fest: die multimedialen Werke haben dem Werner Jugendamtsleiter Maik Rolefs, dem Sonderpädagogen Peter Lüffe und Isabella Rohde, Personalverwaltungsleiterin der Jugendhilfe, eine Menge Spaß bereitet. „Viele tolle Eindrücke! Wir sind überwältigt von der Menge an Informationen und gerührt von einigen Gänsehautmomenten, die wir bei Besichtigung der Werke erlebt haben“, schilderte Isabella Rohde die Arbeit der Jury.

So haben die Sinnes-Reisenden von ihren Ausflüge zahllose Eindrücke mitgebracht und selbst eine Zeitung produziert. Zu den Unternehmungen zählten Duft-Memory, kulinarische Wochen mit selbst gekochten Speisen, Comic Zeichnungen, Virtual-Reality-Reisen, Musikquiz, selbstgebaute Instrumente inklusive einem Weltinstrumenten-Kita-Orchester, Fremdsprachkenntnisse und beeindruckende Foto- und Videoberichte. „Wir sind geflasht von den vielfältigen Darstellungen der Sinnesreisen und kulturellen Expertisen“, berichtete Peter Lüffe.

Ende November fand die offizielle Preisverleihung online statt. Mit dem vierten Platz und 250 Euro Preisgeld hat die Jury die Kita „Auf der Nath“, die Wohngruppen „Mädchenhaus“ und „Maria Frieden“ belohnt. Den dritten Platz und 500 Euro teilen sich die Diagnostik-Gruppen „Leuchtturm“, „Rückenwind“ und „Gruppe 2“. Der zweite Platz und 750 Euro gingen an das Verselbständigungsangebot „Vorwärts“. Den ersten Platz und 1.000 Euro Preisgeld vergab die Jury an die integrative Wohngruppe für chronisch kranke und gesunde Kinder, „Auf dem Berg“.

Die pädagogischen Betreuungskräfte hatten für den Wettbewerb mit ihren Kindern eine Weltreise in 50 Länder gestaltet. Um zu erfahren, wie es den Kindern in Kenia geht, die vier Stunden zu Schule laufen müssen, haben sie eine solche Wanderung organisiert. Um Monaco mit allen Sinnen zu erleben, waren sie Kart fahren. Unter anderem wissen die Kinder der Wohngruppe „Auf dem Berg“ jetzt auch, wie das Flair auf einer königlichen Jubiläumsparty ist oder wie schrecklich es den Kindern gehen muss, die in bolivianischen Stollen arbeiten müssen.

Eine besondere Bereicherung der Preisverleihung war die Show des Zauberzentrums der Stiftung Zauberkunst und der magische Auftritt des ehemaligen Geschäftsführers der Jugendhilfe Werne, Uwe Schenk, und seines Kollegen, Michael Sondermeyer.

Um die Partizipation, Medienkompetenz, kulturelle Bildung, und Kreativität zu fördern, gibt es seit 2014 einen internen Wettbewerb der Jugendhilfe Werne, an den alle ihre Angebote (Kinder und Jugendlichen mit Betreuer/innen) teilnehmen können. Kinderrechte, Umweltschutz und Abenteuer waren einige der Themen in den vergangenen sieben Wettbewerben. Mit den Geldpreisen finanzieren die Gewinner-Teams zumeist Ausflüge für ihre Gruppen oder besondere Spiel- und Spaßausstattungen.

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