Kinderschutz-Konferenz beleuchtet Folgen der Pandemie

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Werne. Mit „Fachkräfte in der Pandemie“ war am Mittwochnachmittag (11. Mai 2022) die 6. Kinderschutzkonferenz in Werne überschrieben.

Rund 70 Erziehungs- und Beratungskräfte aus dem Bereich städtischen Jugendhilfe setzten sich im Kolpingsaal mit der Frage auseinander, wie sie den Herausforderungen unter Pandemiebedingungen gerecht werden können. Dabei immer im Blick die Auswirkungen auf Kinder und Jugendliche.

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„Die Coronapandemie bestimmt unser privates aber auch berufliches Leben seit vielen Monaten. Neben dem ständigen Zeitdruck und vielen brisanten Fällen haben die Einschränkungen und Entwicklungen durch Covid unseren beruflichen Alltag noch herausfordernder gemacht“, hieß es in der Einladung zur Veranstaltung, zu der Dezernent Frank Gründken die Teilnehmenden begrüßte. Angesichts der Erfahrungen der vergangenen zwei Corona-Jahre wurde erörtert, wie sich die Pandemie auf die inhaltliche Arbeit der Fachkräfte ausgewirkt hat.

Mit Carsten Vollmers vom Jugendpsychiatrischen Dienst des Kreises Unna war ein Experte geladen, der sich in seinem interaktiven Vortrag mit den Belastungen aus der Pandemie für die Kinder und Jugendlichen sowie für die Fachkräfte beschäftigte und Möglichkeiten zur Kompensation aufzeigte.

Durch die Pandemie bedingten Veränderungen von Alltagsstruktur und Kontaktbeschränkungen könnten unter anderem Ängste, Leistungsdruck und Vereinsamung zunehmen, erläuterte Vollmers zu den bisherigen zentralen Erkenntnissen. Risikofaktoren seien zudem Medienkonsum, Bewegungsmangel und Fehlernährungen. Insbesondere in sozial benachteiligten Familien oder Familien mit Migrationshintergrund sei eine Zunahme psychischer Symptome sichtbar geworden.

Auf der anderen Seite habe es dem Referenten zufolge auch positive Aspekte der Pandemie. So sei ein stärkerer Gesellschafts- und Familienzusammenhalt erkennbar. Auch eine größere Achtsamkeit gegenüber älteren Familienangehörigen und vermehrte Rücksichtnahme wurden sichtbar. Das Lernen von Geduld und Verzichten sowie ein aktiver Umgang mit Langeweile und das Suchen nach Lösung für problematische Situationen wurden gestärkt. Homeschooling habe auch zu einer Verbesserung der digitalen Kompetenzen der Kinder und des selbständigen Lernens geführt.

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