Donnerstag, April 25, 2024

Kloster bleibt: Gute Nachricht beim Abschied von Pater Romuald

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Werne. „Es war sehr schön mit Ihnen!“ Immer wieder fielen diese Worte, als sich Freunde, Weggefährten und Vereinsvorsitzende am Sonntag (20.03.2022) von Romuald Hülsken verabschiedeten.

Mehr als 100 Bürgerinnen und Bürger besuchten den letzten Gottesdienst, den Pater Romuald als Guardian des Kapuzinerklosters in Werne hielt. Gleichzeitig nutzten sie die Gelegenheit, sich mit seinem Nachfolger, Pater Norbert  Schlenker, bekannt zu machen.

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Der sonnige Märztag erlaubte es, den Gottesdienst sowie den anschließenden Sektempfang draußen im Klosterhof abzuhalten. Vor dem scheidenden Guardian bildete sich eine lange Schlange von Menschen, die persönlich ihre Dankesworte und Abschiedsgeschenke überbringen wollten. Pater Romuald Hülsken hatte zuvor die Predigt genutzt, um sich seinerseits bei den Werner Bürgern zu bedanken: „für alle Erfahrungen des Miteinanders, des Verstehens und der Unterstützung – bei der Wallfahrt, bei der Renovierung der Kirche, bei Gottesdiensten, im Garten, beim Plätzerfest und bei all den vielen Kleinigkeiten, die nicht so auffallen, die aber oft der Punkt sind, an dem sich Dinge entscheiden.“

Dankbar sei er auch, sagte Pater Romuald weiter, für den Klosterchor Werne und den Frauenchor am Kapuzinerkloster. Der Frauenchor und der Organist Gregor A. Zumholz begleiteten den Gottesdienst musikalisch. Zum Schluss gaben sie Romuald Hülsken irische Segenswünsche in Liedform mit auf den Weg. Den Refrain sang die Gemeinde mit: „Und bis wir uns wiedersehen, halte Gott dich fest in seiner Hand.“

Der Frauenchor am Kloster untermalte den Gottesdienst musikalisch. Foto: Anke Barbara Schwarze
Der Frauenchor am Kloster untermalte den Gottesdienst musikalisch. Foto: Anke Barbara Schwarze

Pater Norbert Schlenker, der nun die Leitung des Werner Konvents übernimmt, würdigte seinen Vorgänger auch im Namen der Ordensprovinz: „Zum zweiten Mal hast du das Kloster in bewährter Weise geleitet, dieses Mal achteinhalb Jahre lang.“ Auf der anderen Seite wüssten die Kapuziner um die große Unterstützung des Klosters durch Wernes Bürger. „Das gibt dem Werner Kloster einen eigenen und großen Stellenwert“, sagte Pater Norbert. Und knüpfte eine gute Nachricht an: Wenn es beim nächsten Provinzkapitel auch wieder um die Schließung von Klöstern gehe, brauche Werne nichts zu befürchten: „Dieses Kloster gehört zu jenen, die wir halten werden.“

Erste Lacher erntete der neue Guardian, als er darauf hinwies, dass das Durchschnittsalter des Werner Konvents mit ihm angehoben werde. „Wir sind eher ein Konvent älterer Mitbrüder, die sehr unterstützt werden von Ehrenamtlichen, die auch nicht mehr die Jüngsten sind“, sagte er mit einem verschmitzten Blick – und warb dafür, auch Jüngere ins Boot zu holen. Die Gottesdienstbesucher hießen Norbert Schlenker anschließend mit anhaltendem Applaus willkommen.

Mehr als 100 Werner Bürgerinnen und Bürger kamen zum Abschiedsgottesdienst von Pater Romuald. Foto: Anke Barbara Schwarze
Mehr als 100 Werner Bürgerinnen und Bürger kamen zum Abschiedsgottesdienst von Pater Romuald. Foto: Anke Barbara Schwarze

Bürgermeister Lothar Christ hatte sich bereits einige Tage zuvor bei einem Besuch im Kloster von Pater Romuald Hülsken verabschiedet. „Wir werden Sie nach diesen vielen Jahren in Werne mit Ihrer gleichermaßen verbindlichen wie humorvollen Art vermissen“, hatte das Stadtoberhaupt gesagt. Er bedankte sich bei Hülsken für die stets gute und vertrauensvolle Zusammenarbeit, vor allem mit Blick auf den in den letzten Jahren vollzogenen Umbau von Kirche und Klostergebäuden. Gleichzeitig freue er sich, dass mit Pater Norbert Schlenker aus dem Kloster St. Magdalena in Altötting ein Nachfolger für einen „fließenden Übergang“ sorge. „Ich bin mir bewusst, dass das in vielen Klöstern und Regionen in der heutigen Zeit nicht mehr selbstverständlich ist. Umso mehr schätzen wir uns glücklich, dass das Ordensleben in Werne personell nicht weiter eingeschränkt wird.“

Mehr Impressionen zum Abschied von Pater Romuald finden Sie in unserer Fotostrecke.

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