Naturwanderung mit der BIN: Mehr Grünkraft in die Städte bringen

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Werne. Zum zweiten Mal führte Dr. Götz Loos Mitglieder der BIN und weitere Interessierte in das Thema Stadtökologie ein. Treffpunkt war der Steintorpark in Werne.

Dr. Götz Loos erläuterte den Wert von Parks für das Stadtklima als wichtige Belüftungszonen für Städte. Gleichzeitig waren so die Zuhörer an den Erhalt des Areals an der Nordlippestraße erinnert, zog doch das Hauptargument der Bedeutung von Frischluftschneisen in Zeiten des Klimawandels beim Bürgerentscheid.

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Freundlich, sachkundig und in seinem humorvollen sehr ansprechenden Erzählstil skizzierte der
renommierte Naturexperte Götz Loos Kennzeichen des Klimawandels. Nur „Grünmaßnahmen“ würden langfristig helfen, sinnvoll dem Klimawandel zu begegnen. Aufzuhalten sei er nicht, hieß es.

An ungefähr zehn Stationen wurden bei der Naturwanderung Kenntnisse und Sinne geschult für die Flora Wernes, die Loos schon fokussiert seit den 1980er-Jahren untersucht. Am Beispiel des Efeus verwies er auch auf den kulturhistorischen Ort des Steintorparks als Friedhof. Dabei nannte er gemeinsam mit Efeu Immergrün als historische Pflanze der alten Friedhöfe.

An der Horne verwies Dr. Götz Loos auf den Zuwachs von Mäusegerste. Sie ist trockenheitsliebend, ein Stickstoffanzeiger. Manch ein Hundebesitzer wird von Problemen berichten können, die die Widerhaken der Grannen im Fell oder auch zwischen den Zehen verursachen können. In Mitteleuropa wird die Mäusegerste als Unkraut gesehen.

Aber auch von Zukunftpflanzen wurde berichtet wie Lavendel und Thymian, die als mediterrane
Pflanzen ideal für Insekten sind und eben hitzeertragend und nicht so oft bewässert werden müssen.

Weiter in diesem humorvollen und gleichwohl sehr lehrreichen noch weitergehenden Ausführungen
endete die Veranstaltung gegen 16.30 Uhr mit einem gemütlichen Ausklang beim Alten Rathaus.
„Die Zuhörer waren sich einig, dass wir alle mehr Grünkraft in die Städte bringen müssen und uns
nicht alleine auf technische Lösungen verlassen sollten“, fasste Gabi Peisker zusammen. Und weiter: „Den Weggang des Klimaschutzmanagers der Stadt Werne nach nur zwei Jahren bedauerten alle.“ Letztlich brauche die Stadt ein großes Amt zum Pflanzen- und Flächenschutz.

Die nächste Naturwanderung wird im Herbst am 18. September 2022 stattfinden.

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