Neue Experten für Wertstoff-Management gesucht

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Werne. Mit verschiedenen effizienten Verfahren kümmern sich die Beschäftigten von RCS seit mehreren Jahrzehnten darum, dass Rohstoffe wieder in den Kreislauf zurückgeführt werden und schonen so die Ressourcen der Natur. Für diese wichtige Aufgabe wird Nachwuchs gesucht. Für das kommende Ausbildungsjahr gibt es noch freie Plätze.

Die Ausbildung und Förderung junger Talente ist fester Bestandteil der Unternehmensphilosophie. In den vergangenen 20 Jahren hat das Unternehmen die Mitarbeiterzahl auf 170 vervierfacht. Ein Erfolg, der ohne die eigenen Nachwuchskräfte nicht möglich gewesen wäre. Einer der aktuell rund 30 Azubis ist Adrian Oczko.

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Der 18-Jährige hat im Sommer 2020 seine Lehre als Maschinen- und Anlagenführer an der Capeller Straße aufgenommen. Damit ist nun für den jungen Mann aus Werne schon das Ende der Ausbildung in Sicht, denn im Gegensatz zu anderen Berufen dauert die Ausbildung rund um die modernen Recycling-Fertigungsanlagen lediglich zwei Jahre.

Beim Besuch des Werner Berufszirkels im Kolpingsaal, bei dem sich traditionell lokale Unternehmen mit den von ihnen angebotenen Berufen präsentieren, ist der frühere Schüler der Marga-Spiegel-Sekundarschule auf RCS aufmerksam geworden. „Da standen mehrere Dosen mit Kunststoff-Flakes herum, da habe ich mal gefragt, wie die überhaupt hergestellt werden“, erinnert sich Oczko. Ein mehrwöchiges Praktikum im Unternehmen folgte, als Oczko sein Berufsgrundschuljahr in Werne absolvierte. Wenig später unterschrieb der Schüler seinen Ausbildungsvertrag bei RCS.

Jetzt hat Oczko nahezu täglich mit den Flakes zu tun, denn der 18-Jährige kommt bei der Produktion der Kunststoff-Flakes zum Einsatz. Diese werden in einem energieeffizienten Recycling-Prozess aus gebrauchten PET-Flaschen hergestellt, die unter anderem von Kunden aus dem Einzelhandel bei RCS abgeliefert werden. Die neu entstehenden Flakes können dann von anderen Betrieben zu vielfältigen und stabilen Kunststoffprodukten weiterverarbeitet werden. Im neuen Betriebszweig RCS Plastics am Nordlippepark entsteht aus diesen Flakes überdies ein sogenanntes ReGranulat für die Herstellung von neuen Flaschen.

Als Maschinen- und Anlagenführer kümmert sich der Azubi unter anderem um die Entladung der angelieferten Flaschen und übernimmt hinterher auch die Beladung der Lkw mit den Flakes.

Zudem sorgt der Azubi für den rechtzeitigen Materialnachschub an den Fertigungsanlagen, an denen er auch für die Einrichtung der Maschinen zuständig ist. „Ein bisschen handwerkliches Geschick braucht man schon“, sagt Oczko bescheiden auf die Frage zu den Anforderungen des Berufs. Zudem werde die Zusammenarbeit im Team bei RCS groß geschrieben. „Es gibt Dinge wie Reparaturen, die muss man einfach zu zweit machen. Da ist es gut, wenn es im Team stimmt – und das ist hier der Fall.“

Seinen Beruf schätzt der frühere Sekundarschüler als sehr zukunftstauglich ein: „Es wird immer mehr auf Maschinen umgestellt. Da ist man gut aufgestellt, wenn man Maschinen bedienen kann.“ Die tägliche Arbeit beginnt schon um 6 Uhr morgens. Dafür startet der Feierabend aber schon um 14.30 Uhr. Das Fahren eines Staplers bereitet dem Azubi besonderen Spaß. Den dazugehörigen Führerschein hat Oczko schon kurz nach dem Beginn seiner Ausbildung bei RCS absolviert.

Ab August starten bei RCS und Ausbildungsleiterin Jessica Böckmann wieder Nachwuchskräfte. Die heiße Phase der Bewerbungen steht in den kommenden Wochen an. Foto: Volkmer
Ab August starten bei RCS und Ausbildungsleiterin Jessica Böckmann wieder Nachwuchskräfte. Die heiße Phase der Bewerbungen steht in den kommenden Wochen an. Foto: Volkmer

Das Freiherr-vom-Stein Berufskolleg Werne ist schulischer Partner im Rahmen der dualen Berufsausbildung. An bis zu zwei Tagen in der Woche stehen für den 18-Jährigen beim berufsbezogenen Unterricht Themen wie Fertigungs- und Montageprozesse, Instandhaltungsprozesse sowie Betriebs- und Wirtschaftsprozesse auf dem Stundenplan.

Ausgebildet werden bei RCS nicht nur Maschinen- und Anlagenführer. Männer und Frauen, die gern unterwegs sind, können im kommenden Ausbildungsjahr ab August 2022 als Berufskraftfahrer ebenso durchstarten wie Industriekaufleute. Hier gibt es zudem die Option, den Beruf in der EU-Variante inklusive eines dreimonatigen Auslandsaufenthalt in Irland zu erlernen. Mit der Instandhaltung von Anlagen und Fahrzeugen kennen sich die Industriemechaniker aus. Auch hier sind Bewerbungen noch möglich.

Die Pandemie und ausgefallene Berufsmessen haben in den vergangenen zwei Jahren dazu geführt, dass sich die Zahl der eingegangenen Bewerbungen nahezu halbiert hat. „Es deutet aber aktuell viel darauf hin, dass es wieder besser wird, denn die ersten Bewerbungen liegen bereits seit einiger Zeit vor“, sagt Ausbildungsleiterin Jessica Böckmann.

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