Mittwoch, April 24, 2024

Neue Regeln für Bürgertests und die ersten Reaktionen in Werne

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Werne. Wer einen Corona-Bürgertest machen lässt, muss seit Donnerstag, 30. Juni, drei Euro zuzahlen. Mit der Einführung der Gebührenpflicht haben in einigen Städten bereits die ersten Anbieter ihre Teststellen geschlossen. Gleichzeitig steigt die Zahl der Neuinfektionen, immer öfter sprechen Experten von einer Sommerwelle.

Wie fast bei jeder Regel in Zeiten der Pandemie gibt es auch jetzt wieder Ausnahmen. Menschen, die sich aus medizinischen Gründen nicht impfen lassen können, gehören ebenso zu denen, die nicht für einen Schnelltest bezahlen müssen, wie Haushaltsangehörige von Infizierten, Kinder bis fünf Jahre und Bewohner und Besucher von Pflegeheimen, Kliniken sowie Einrichtungen für Menschen mit Behinderung.

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Auch Menschen, die nach einer Corona-Infektion einen Nachweis brauchen, dass sie wieder negativ sind, können sich weiterhin kostenlos testen lassen, wenn sie das mit Attests oder Bescheinigungen glaubhaft nachweisen können.

Die Drei-Euro-Tests sind unter anderem für Besucher von Familienfeiern, Konzerten oder einer anderen Veranstaltungen in Innenräumen am selben Tag gedacht. Einen solchen Test soll überdies bekommen, wer vor hat, andere Menschen ab 60 oder mit Vorerkrankung zu treffen. Wer sich jedoch ohne einen konkreten Grund oder ohne einen konkreten Anhaltspunkt testen lassen will, kann keinen Drei-Euro-Test in Anspruch nehmen – und muss in der Regel rund 15 Euro für einen Schnelltest bezahlen.

Das Testzentrum am Solebad in Werne bleibt weiterhin geöffnet. Foto: Volkmer

Ingo Schnitger betreibt in Werne die Teststelle am Solebad und das Testzentrum am Krankenhaus. „Wir werden weiterhin Bürgertests anbieten“, teilte der Geschäftsmann am Donnerstag mit. Die sogenannten Drei-Euro-Tests werden an seinen Teststellen ebenfalls kostenlos durchgeführt. „Wir verzichten auf die Berechnung der 3 Euro, um ein niederschwelliges Angebot zu ermöglichen“, so Schnitger. Anlasslose Testungen, zum Beispiel für einen Urlaub, kosten 15 Euro. Die Öffnungszeiten der Teststellen sollen zunächst wie gewohnt bleiben, können aber – je nach Nachfrage – angepasst werden.

Gemischte Reaktionen am ersten Tag der Neuregelung

Am ersten Tag der Einführung der Drei-Euro-Tests war die Resonanz am Testzentrum am Solebad unverändert, wie Julian Schnitger, der Sohn des Betreibers, mitteilte. „Teilweise waren die Menschen gut vorbereitet und über die Änderungen informiert. Einige hatten sogar schon einen Nachweis über die Anspruchs-Berechtigung dabei.“ Zudem habe es aber auch einige Personen gegeben, die den Test nicht durchführen ließen, nachdem sie festgestellt hatten, dass dieser in ihrem Fall 15 Euro kostet. „Trotzdem haben die verständnisvoll reagiert, die wissen ja auch, dass wir die Entscheidungen nicht treffen“, so Schnitger.

Viel los war am Donnerstag ebenso im Testzentrum des Ambulanten Pflegedienstes von Constanze Spellerberg an der Steinstraße. „Wir werden die Nachfrage in den kommenden Tagen abwarten und danach entscheiden, ob wir die Öffnungszeiten möglicherweise verkürzen. Das Testzentrum aber bleibt bestehen“, so Pflegedienstleiterin Gabriela Ciernioch. Die Sommerwelle scheint indes längst auch in Werne angekommen zu sein. Unter den am Donnerstag bis zur Mittagspause im Testzentrum Werne vorgenommenen über 100 Testungen waren 34 positive Ergebnisse.

Der Kreis Unna ist derzeit dabei, die Listen der geöffneten Testzentren auf seiner Homepage zu überarbeiten. Wie Pressesprecher Volker Meier auf Anfrage von WERNEplus mitteilte, sind in den vergangen Tagen viele Abmeldungen von Betreibern von Test-Einrichtungen eingegangen.

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