Dienstag, Juni 25, 2024

Sparkasse an der Lippe treibt die Digitalisierung weiter voran

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Werne/Lünen/Selm. KundenServiceCenter, digitale Bildschirmberatung, Präsenz in Facebook, Instagram oder die Erreichbarkeit der Berater/innen über WhatsApp – die Sparkasse an der Lippe hat die Digitalisierung im Jahr 2021 weiter vorangetrieben.

„Die Pandemie hat viele Entwicklungen beschleunigt, darauf haben wir reagiert“, sagte Heiko Rautert, Vorstandsvorsitzender der Sparkasse an der Lippe, während der Vorstellung des Geschäftsberichtes 2021.

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Das heimische Kreditinstitut habe die Herausforderungen erfolgreich meistern können. Denn neben Corona beschäftigte die Sparkasse weitere Themen: die anhaltende Niedrigzinsphase, Regulatorik, aktuell dann auch die Ukrainekrise und unverändert schwierige rechtliche Rahmenbedingungen. „Der Markt läuft den Entscheidungen der Europäischen Zentralbank (EZB) derzeit bereits voraus, wir sehen steigende Zinsen und gehen davon aus, dass auch die EZB ihre Zinspolitik im Sinne der Kunden überdenkt“, führte Martin Abdinghoff, Mitglied des Vorstands der Sparkasse, aus.

Einlagengeschäft

Die Bilanzsumme der Sparkasse wuchs im Berichtsjahr um rund 7 Prozent auf 2,4 Mrd. Euro an. Die Passivseite, also die Kundeneinlagen, weisen ein Wachstum von 61 Millionen, vornehmlich von Privatkunden, auf. Das entspricht einem Plus von rund 4 Prozent. Nicht alles konnte die Sparkasse in Form von Krediten wieder ausleihen, der Passivüberhang stieg auf 288 Millionen Euro, teilten die Vorstände weiter mit.  

Wertpapiergeschäft

Die Sparkasse empfiehlt den Vermögensaufbau in Wertpapieren, insbesondere Fonds, die sich durch eine Risikostreuung auszeichnen. „Das tun immer mehr unserer Kunden und fahren damit sehr gut. Es ist eine alternative Form des Sparens“, ergänzte Martin Abdinghoff. Netto stieg der Absatz von Wertpapieren um 30 Mio. Euro. „Leider hat die derzeitige Lage in der Ukraine, verbunden mit steigenden Rohstoffpreisen zu negativen Schwankungen geführt. Wir sind gemeinsam mit der Deka, dem Wertpapierhaus der Sparkassen, zuversichtlich, dass diese schnell wieder aufgeholt werden. Insbesondere mit der regelmäßigen Anlage in Fonds profitiert man vom Cost-Average-Effekt“.

Kreditgeschäft

In dieser außergewöhnlichen Zeit ist die Sparkasse an der Lippe ihrer Rolle als Hausbank und ihrer Funktion als der verlässliche Berater gerecht geworden, hat vielfach Hilfe geleistet, um Kunden in Notlagen mit Liquidität zu versorgen. Das gilt besonders im Bereich der Firmenkunden. Das Kreditgeschäft verzeichnet ein Wachstum von 3,5 Prozent, 357 Mio. Euro an Neubewilligungen wurden beschlossen, 260 Mio. Euro bereits valutiert. „Wir konnten die einheimische Wirtschaft mit Krediten versorgen und damit Arbeitsplätze sichern“, betonte Heiko Rautert. Und Martin Abdinghoff ergänzte: „Wir haben keine steigenden Ausfälle bei der Schuldentilgung feststellen können. Die Zahl der Insolvenzen fällt moderat aus.“

Sparkasse digital

Mit einer Quote von mehr als 64,25 Prozent nutze inzwischen der überwiegende Teil der Kunden/innen der Sparkasse an der Lippe das Onlinebanking zur Abwicklung des persönlichen oder betrieblichen Zahlungsverkehrs, berichteten Rautert und Abdinghoff. Und fast 26.000 von rund 76.000 Kunden der Sparkasse würden bereits die Sparkassen-App für mobile Bankgeschäfte einsetzen. 3.200 Kunden nutzen im Monatsschnitt zudem die bequeme Bezahlung über die Smartphonekontakte – Giropay –. Auf der anderen Seite sinke die Anzahl von Bargeldverfügungen an den Geldautomaten signifikant. „Wir erkennen einen unfassbaren Trend zum bargeldlosen Bezahlen. Die Nutzer-Rate der Geldautomaten sinkt“, sagte Rautert.

KundenService- und Digitales BeratungsCenter

Im Herbst 2021 eröffnete die Sparkasse an der Lippe ein KundenserviceCenter, welches auf dem neuesten technischen Stand online (Videoberatung) oder telefonisch für alle Fragen rund um die persönlichen Finanzen der Kundinnen und Kunden zur Verfügung steht. Bequem soll es sein, von überall soll eine Erreichbarkeit gegeben sein und es soll dann zur Verfügung stehen, wenn der Kunde es braucht. „Es entwickelt sich zu unserer größten Geschäftsstelle“, so Heiko Rautert zur Perspektive.

137.000 Anrufe verzeichnete das Center in 2021. Neben der persönlichen Beratung wird auch Chatbot Linda, eine künstliche Intelligenz, auf der Internetseite der Sparkasse als digitale Ansprechpartnerin genutzt, rund 1.000 Fragen beantwortet Linda im Monat. Im digitalen BeratungsCenter werden schon nach kurzer Zeit 750 Kunden durch Digitalberater betreut. Diese können per Skype, also einer Art Bildtelefon, miteinander kommunizieren und Beratungen einschließlich der Verträge rechtwirksam abschließen.

Arbeitgeber

Auch als Arbeitgeber sieht sich die Sparkasse gefordert. „Die Rekrutierung von qualifizierten Auszubildenden und ausgebildeten Fachkräften gestaltet sich längst nicht mehr als Selbstläufer wie noch vor einigen Jahren, aktuell konnten wir zumindest sieben Ausbildungsplätze für den Berufsstart im August 2022 besetzen“, so Heiko Rautert. Als Bausteine zur Steigerung der Attraktivität sind JobRad (Angebot zur Finanzierung von Fahrrädern durch Entgeltumwandlung – 26 E-Bikes wurden gefördert) und Mobiles Arbeiten (für rund 60 Mitarbeitende) in 2021 auch unter Nachhaltigkeitsgesichtspunkten eingeführt worden, hieß es weiter.

Über eine Million Euro wandte das Kreditinstitut für Spenden und Sponsoring auf. „Wir haben zudem 4,6 Millionen Euro Steuern gezahlt. Die Hälfte fließt davon an unsere Trägerkommunen, was vor allem die dortigen Kämmereien freut“, berichtete Heiko Rautert. Für Werne macht das einen Anteil von rund 35 Prozent.

Ausblick

„Wir sind trotz nicht enden wollender Coronaauswirkungen gut in das Jahr 2022 gestartet, sind uns aber spätestens nach Beginn der Ukrainekrise darüber bewusst, dass das laufende Jahr noch herausfordernder werden wird. Die wirtschaftlichen Folgen der Krisen für Unternehmen und Privatpersonen sind zwar derzeit noch überschaubar, die langfristigen Auswirkungen aber kaum kalkulierbar“, so Heiko Rautert abschließend.

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