Freitag, April 17, 2026

Zehn Jahre „Notfallkarte“ – bis heute ein Erfolgsmodell

Anzeige

Werne. Als vor nunmehr zehn Jahren die Mitglieder der Seniorenvertretung gemeinsam mit der Koordinierungsstelle für Bürgerschaftliches Engagement, Senioren und Behindertenarbeit (BEN) die Idee einer Notfallkarte für die Stadt Werne an die Vertreter von Rat und Verwaltung herantrugen, ahnte wohl niemand, dass dies ein Erfolgsmodell werden sollte.

In einer ersten Auflage von 5.000 Stück wurde die Notfallkarte seinerzeit in Apotheken, Arztpraxen, im Krankenhaus und Stadthaus ausgelegt. Inzwischen erfolgte bereits ein dritter Nachdruck und nicht zuletzt die Vertreter der hiesigen Volksbank Kamen-Werne freuten sich, dass ihr Sponsoring über diesen langen Zeitraum dazu beigetragen hat, diese Idee im wahrsten Sinne des Wortes „am Leben zu erhalten“.

- Advertisement -

Wo Medikationspläne, Patientenverfügungen und andere Notfalldaten sich befinden, gerät oft zum Suchspiel. Allerdings nicht mit der Notfallkarte. „Es ist zwar nur eine unscheinbare, kleine Karte, aber im Ernstfall kann sie lebensrettend sein“, hatte Bürgermeister Lothar Christ bereits im Jahre 2012 bei der Einführung gesagt. In einem Notfall zählt jede Sekunde – da ist es gut, wenn alle (lebens)-wichtigen Informationen schnellstmöglich vorliegen.

Inzwischen sieht sich Dieter Schimmel, Leider der Seniorenvertretung, mit der Notfallkarte mehr als bestätigt. Herzschrittmacher, Diabetes, Allergien, Medikamenten-Unverträglichkeiten – das sind alles wichtige Informationen, die den Rettungsassistenten und dem Notarzt eine schnelle und gezielte Hilfe ermöglichen.

Was auf der Karte vermerkt werden sollte, darüber wurde seinerzeit intensiv beraten. „Grunderkrankungen und eventuelle Medikation sollten in jedem Fall verzeichnet sein“, erläutert Dieter Schimmel. Im Idealfall hat jeder sogar zwei Notfallkarten – eine „im Portemonnaie und eine weitere sichtbar in der Wohnung hinterlegt.

„Auch wenn die Notfallkarte im Grunde nur ein Angebot darstellt, ist sie auch in einer zunehmend digitalisierten Welt äußerst sinnvoll“, sieht BEN-Koordinator Jochen Höinghaus viele Vorteile. Die Notfallkarte werde häufig nachgefragt  – und genau deshalb liegt sie an der Telefonzentrale im Foyer des Stadthaus öffentlich aus.

Anzeige

Weitere Artikel von Werne Plus

„Frühe Hilfen im Familiennetz“: Themenabende für Eltern

Werne. Das Familiennetz Werne lädt zu einem neuen Veranstaltungsformat für junge Familien ein. Unter dem Motto „Informiert, entspannt und gut begleitet ins Familienleben starten“,...

Evensong mit dem Motettenkreis

Werne. Unter dem Motto „Ich will von Gottes Güte singen“ findet am Sonntag, 26. April, um 18 Uhr ein Evensong in der Martin-Luther-Kirche statt....

Kampf gegen Blutkrebs: GSC nun offiziell DKMS-Schule

Werne. Ein starkes Zeichen für Solidarität und gesellschaftliches Engagement setzt das Christophorus-Gymnasium: Bereits zum vierten Mal in Folge hat die Schülervertretung (SV) in Zusammenarbeit...

Kita St. Christophorus: Neue Schaukel eingeweiht

Werne. Nach langer Planung und viel Organisation konnte am Mittwoch (15.04.2026) die neue Schaukel an der Katholischen Kita St. Christophorus eingeweiht werden. Bis zur...