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Werne. In der Mitgliederversammlung der Arbeitsgemeinschaft Flüchtlinge e.V. (AGF) Werne berichtete der Vorstand über eine gut organisierte und engagierte Beratung im „B-Treff“ an der Burgstraße. Schmerzlich vermisst wird aber der einstige Sprecher.

Dr. Hermann Steiger starb im Oktober 2022. „Er hat sich bis zum Schluss für die Geflüchteten eingesetzt. Bewundernswert. Er war die Seele des Vereins. Wir vermissen ihn sehr“, sagte Andrea Calovini, die auf Wunsch des Verstorbenen seitdem als Sprecherin des Vereins, also als Vorsitzende, fungiert. Vorstandswahlen stehen erst im nächsten Jahr wieder auf der Tagesordnung.

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Durch die Aufhebung der Corona-Maßnahmen sei der „B-Treff“ auch wieder zu einem Ort der Begegnung geworden. Sechs Mitarbeitende beraten Geflüchtete immer dienstags und donnerstags von 13.30 bis 15 Uhr; darunter ist mit Mohammad Alsaid auch ein junger Syrer, der eine wertvolle Hilfe als Dolmetscher sei. Er und seine Familie haben selbst vom Angebot der AGF profitiert. Nun gibt er mit seinem Einsatz viel davon zurück.

Von der Stadt Werne unterstützt Sozialarbeiterin Sabine Krause die Ehrenamtlichen. Sie kümmere sich als sogenannte Fallmanagerin gezielt um einzelne Personen, die ihre Hilfe bräuchten, beispielsweise bei der Suche nach einer Wohnung oder Arbeit.

Mit Freude blickten Calovini und Kassierin Ulla Rinnen auf die gelungenen Veranstaltungen zurück, einmal der Kinobesuch mit 60 Kindern, hauptsächlich organisiert von Juliane Essing aus dem Offenen Ganztag der Uhlandschule, sowie der Ausflug zum Ketteler Hof im Juni 2023.

Die seit neun Jahren existierende AGF-Fahrradwerkstatt habe einen regen Zulauf, berichtete Franz-Josef Dahmen. Zuletzt seien 70 Räder instand gesetzt worden – manchmal auch mit der Hilfe eines versierten Fahrradmechanikers aus der Ukraine, der allerdings zum Bedauern Dahmens zu selten käme. „Interessenten für die Räder finden sogar aus Rünthe, Brambauer oder Selm den Weg zu uns“, so der Projektverantwortliche. Insgesamt hat die Werkstatt der Ehrenamtlichen seit Beginn 1.200 Fahrräder als Spenden entgegen genommen, wenn nötig repariert und anschließend für Geflüchtete bereit gestellt.

Sozialdezernentin Kordula Mertens gab den ehrenamtlichen Flüchtlingshelfern Auskunft über die aktuelle Situation im Bereich „Asyl“. Dazu lesen Sie morgen (1. November) mehr bei WERNEplus.

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