Dienstag, Juli 16, 2024

An(ge)dacht: Die Sache mit dem Boot

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Werne. Sie kennen vermutlich den Satz: „Wir sitzen alle in einem Boot“. Dieses Sprichwort kam mir sofort in den Sinn, als ich ein bestimmtes Bild sah – damals, im Urlaub 2014 auf Mallorca.

Wir besuchten das Santuari de Cura.

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„Das Kloster Santuari de Nostra Senyora de Cura (kurz: Santuari de Cura) liegt auf der Spitze des Puig de Randa auf der Baleareninsel Mallorca in Höhe von 543 Metern. […] Der einzelstehende Berg, zu dessen Füßen das […] kleine Dorf Randa liegt, erhebt sich steil über der mallorquinischen Tiefebene und ist aus allen Richtungen schon von weitem gut zu erkennen. Die Spitze des Berges wird nicht nur von dem Kloster Cura, sondern auch von einer ballonartigen Radaranlage gekrönt, die man von weitem deutlicher erkennt als das Kloster. Das Franziskanerkloster ist das oberste und größte der drei Klöster auf dem Puig de Randa und für die Mallorquiner nach dem Santuari de Lluc der zweitwichtigste Wallfahrtsort der Insel.“[1]

Endlich auf dem Gipfel angekommen, besichtigten wir das „Kloster“ – und da sah ich dieses Bild. In einem Boot sitzen Menschen, die heilige Bücher im Arm tragen. Die Symbole auf diesen Büchern geben Aufschluss darüber, dass es sich hier um jeweils einen Vertreter der Christen, der Muslime und der Juden handelt. Sie alle sitzen in einem Boot, die Vertreter der drei großen Weltreligionen.

Darunter steht sinngemäß geschrieben:

„Da er ein solcher Gott ist, waren alle Völker vereint, um ein einziges Volk zu sein, und sie hatten einen Glauben…“
Ich fing an zu träumen…

Wie wäre es, wenn es wirklich so wäre: dass die Menschen wie ein Volk zusammenleben und sich untereinander ohne Kriege verständigen, dass die Religionen sich gegenseitig ergänzen und bereichern…?

Wie wäre es, wenn es den Menschen – auch den Religionsvertretern – nicht um Macht und Einfluss ginge, sondern einfach darum, die Welt ein wenig besser zu machen? Alltägliches Leben würde dadurch positiv beeinflusst, dass man den anderen in seiner Verschiedenheit ernst nimmt, ihn respektiert.

Ja, ich weiß – das alles ist eine nie zu erreichende Utopie! Insbesondere in den jetzigen Zeiten.

Aber… man wird ja noch träumen dürfen…

Übrigens: die Beatles mit „Imagine“ und Martin Luther King („I have a dream“), sind nur zwei prominente Beispiele von Menschen, die einen ähnlichen Traum hatten…

Viele hat es gegeben und wird es hoffentlich auch weiterhin geben, die diesen Traum teilen.

Träumen Sie mit! Aber Achtung! – Es könnte sich positiv auf Ihr Leben auswirken…

Martin Grünert

Pastoralreferent in der Kirchengemeinde St. Christophorus


[1] Quelle: https://de.wikipedia.org/wiki/Santuari_de_Nostra_Senyora_de_Cura

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