Samstag, Juli 13, 2024

Bewährte Praxis bei Unterbringung von Geflüchteten

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Werne. In der Stadt Werne leben derzeit 546 Geflüchtete, davon kommen 269 Menschen aus dem Kriegsland Ukraine. Die übrigen Geflüchteten gehören 21 Nationen an.

Mit aktualisierten Zahlen brachte die Dezernentin für Bürgerangelegenheiten/Soziales, Kordula Mertens, am Dienstag, 28. August 2023, die Mitglieder des Ausschusses für Soziales, Integration und Inklusion (SO) auf den Stand der Dinge.

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In den städtischen Unterkünften sind 229 Personen untergebracht. 148 von ihnen wären berechtigt, eine eigene Wohnung zu beziehen – wenn es denn der Wohnungsmarkt in Werne hergäbe. Es sind Asylberechtigte und Geflüchtete aus der Ukraine.

Die Stadt erfüllte ihre Aufnahmeverpflichtung am Sitzungstag zu 96,64 Prozent und wäre somit verpflichtet, noch 15 Personen aufzunehmen. In Kürze stehen voraussichtlich weitere Zuweisungen an, denn das Land NRW muss angesichts gestiegener Zahlen von Schutzsuchenden weitere Personen aufnehmen, die dann auf die Kommunen verteilt werden.

Die dezentrale Unterbringung der Geflüchteten in den städtischen Einrichtungen – 13 sind es verteilt über das Stadtgebiet – habe sich in der Praxis bewährt und funktioniere gut, spiegelte Mertens der Politik zurück. Verwaltung und Kommunalbetrieb Werne (KBW) sorgten parallel für Unterbringungsplätze, damit man für zukünftige Erfordernisse gewappnet zu sei.

Ein Vorteil sei es, dass in zwei ehemaligen Schulen Räumlichkeiten zur Verfügung stünden. In diesem Jahr wurde beispielsweise die Barbara-Schule für die Unterbringung von Geflüchteten hergerichtet. So habe man hier auch in eine behindertengerechte Ausstattung investiert.

Sozialarbeit Obdach/Asyl wird personell verstärkt

Personell wird die Sozialarbeit im Bereich Asyl und Obdach derzeit aufgestockt. Gerade seien die Bewerbungsrunden für zwei neue Stellen zu Ende gegangen, berichtete die Dezernentin. So solle ein Berufseinsteiger nach absolviertem Sozialstudium für ein Jahr Einblick in die Verwaltungsarbeit bekommen. Eine neue halbe Stelle für Sozialarbeit werde dem Bereich Obdach zugeordnet. Einen Anteil von 5,5 Stunden leiste zudem eine Mitarbeiterin aus dem Haus im Bereich Asyl.

Somit kümmere sich künftig ein Sozialarbeiter-Team um die verschiedenen Belange. Der von den Grünen lange beantragte Arbeitskreis solle dann umgesetzt werden. Dies hatte sich mehrmals wegen personeller Wechsel in der Fachabteilung verzögert. Ziel sei es, verschiedene Gruppen, die sich in der Stadt zu dem Thema Asyl engagieren, einzubinden und auf diesem Weg etwa auch Synergien zu nutzen, hieß es sinngemäß.

Die Dezernentin nutzte die Ausschuss-Sitzung für einen Aufruf: „Wer Lust, Zeit und Interesse hat, bei niederschwelligen Sprachangeboten für Flüchtlinge mitzumachen, kann sich bei der Stadt Werne (Bereich Asyl) bzw. der Volkshochschule Werne melden“. Gefragt sind Ehrenamtliche, die bei alltäglichen Gängen zum Einkaufen oder Behörden sprachlichen Beistand leisten möchten. Ansprechpartnerinnen sind die Dezernentin und die stellvertretende VHS-Leiterin Regina Russ.

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