Montag, April 22, 2024

Einstieg in die Wärmeplanung: Nicht ohne Partizipation und Analyse

Anzeige

Ein Kommentar

Werne. „Enorme Wichtigkeit“, „herausragende Bedeutung“, „Rückgrat der Wärmewende“ – Als es im Klimaschutzausschuss in der vergangenen Woche um die „Kommunale Wärmeplanung“ ging, sparten die Fraktionssprecher nicht mit großen Worten. Zurecht, denn die Wärmeversorgung verursacht mit ihrem Energieverbrauch gut gerne 50 Prozent des Treibhausgasausstoßes. Ein Erreichen von Klimaneutralität bis 2045 ist daher ohne Wärmewende schlicht nicht denkbar.

- Advertisement -

Schnell war in der Runde die Diskussion mit technisch-spröden Begriffen wie Wärmewende, Energieeffizienz, Potenzialanalyse, Transformationsprozess, Energieplanung und Wärmebedarfsdeckung gesättigt.

Zur „Übersetzung“ mag man sich Wohlfühl-Temperaturen im eigenen Heim, Warmwasser für die Dusche, energiesparend funktionierende Wasch- und Spülmaschinen, die Deckung des Wärmebedarfs für Betriebe und Produktionsstandorte sowie in Büros und Schulen vorstellen. Der Einsatz regenerativer Energien, die Nutzung von Abwärme, Energieeinsparung und die Umstellung von fossilen Heizungssysteme auf klimaschonende Alternativen und vieles mehr muss in die Kommunale Wärmeplanung einfließen.

Dass man den eigenen Werner Beitrag zum Gelingen der Wärmewende leisten will, war im Ausschuss fraktionsübergreifend Konsens, ebenso wie das Wissen um die Komplexität der Aufgabe und den finanziellen Kraftakt, der zweifelsohne damit verbunden sein wird.

Im Stadthaus ist man zudem überzeugt, dass angesichts der personellen Kapazitäten externe Fachdienstleister hinzugezogen werden müssten. Hier liegt allerdings die Krux, dass dem Wettstreit der Kommunen um externe Expertise ein leergefegter Markt für Fachberatung gegenüberstehen dürfte.

Unterschiede gab es darüber, was zuerst zu tun sei. Unbedingt zuerst die Bürger informieren und beteiligen, fanden die Liberalen. „Erklären“, ist auch für die Grünen, die die Wärmeplanung als Chance für eigenes Handeln vor Ort verstehen wissen wollen, das Gebot der Stunde, um das Thema in das Bewusstsein zu rücken. „Partizipation ja“, stimmte der Klimaschutzmanager zu, ordnete einen analytischen Einstieg in die Mammutaufgabe aber gleichzeitig als unverzichtbar ein.

Vielleicht kann man hier ja das eine tun, ohne das andere zu lassen.

Die Entscheidung zum Start in die Projektplanung hat der Rat am 27. September auf der Agenda.

Anzeige

Weitere Artikel von Werne Plus

Audi rast nach Ascheberg – Polizei stoppt Jugendliche

Münster/Ascheberg. Drei Jugendliche im Alter von 15 bis 17 Jahren entpuppten sich als (Bei-)Fahrer eines Audis, der am frühen Sonntagmorgen (21.04.2024, 05:15 Uhr) von...

Unterricht im Schweinestall – Stufe 5 des GSC besichtigt den Hof Glitz

Werne. Die Fünftklässler des Sankt-Christophorus-Gymnasiums Werne besichtigten in der vergangenen Woche den Hof von Annemarie und Hubertus Glitz im Werner Norden, um ihren Unterricht...

Lenklar 2024: Technisch optimales Umfeld trotzt Regen und Kälte

Werne. Tausende von Besuchern dem schlechten Wetter zum Trotz und sportlich auf dem Höchstniveau das unter den gegebenen Umständen in Werne überhaupt möglich ist....

Katrin Helling-Plahr MdB zu Gast beim FDP-Empfang in Werne

Werne. Der jährliche Frühlingsempfang der FDP Werne fand am vergangenen Mittwoch im Hotel am Kloster statt. Über 40 Gäste, darunter Bürgerinnen und Bürger sowie...