Samstag, April 20, 2024

Evangelische Kita Jona will „FaireKITA“ werden

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Stockum. Die kleinen „Seepferdchen“ und „Krabben“ der evangelischen Kindertagesstätte Jona in Stockum machen Ernst mit dem Umweltschutz. Seit dem vergangenen Sommer widmen sie sich zusammen mit ihren Erziehungskräften in vielen Projekten und Elternaktionen dem Thema und wollen bald eine zertifizierte „FaireKITA – Verantwortung von Anfang an“ werden.

Die Unterlagen über die vielen Bastelaktionen, das faire gemeinsame Frühstück in der Kita, Vater-Kind-Projekte und vieles mehr werden in Kürze zur Zertifizierung beim Förderkreis FaireKITA e.V. eingereicht, informierte jetzt Kita-Leiterin Dorena Kern. Das Projekt selbst werde bis zum Sommer weitergeführt, hieß es ferner.

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Der Förderkreis hat sich 2020 in NRW gegründet, um ab 2021 das landesweite Projekt „FaireKITAS- eine nachhaltige Zukunft gemeinsam gestalten“ anbieten zu können. „Das von der Stiftung Umwelt und Entwicklung NRW geförderte Projekt wird Kitas begleiten, auf ihrem Weg zur FairenKITA die SDGs und faire nachhaltige Ernährung mit neuen Angeboten zu entdecken“, heißt es auf der Homepage www.faire-kita-nrw.de des Förderkreises (SGD: Sustainable Development Goals = Nachhaltigkeitsziele der Vereinten Nationen).

Seepferdchen und Krabben machen sich für Umwelt stark

In der Kita Jona ging es in den vergangenen Monaten folglich verstärkt um Umweltthemen wie Meeresverschmutzung, Müllvermeidung, Mülltrennung und um die Frage „Wo kommt unsere Nahrung her?“. Dazu beschäftigten sich Steppkes der Seepferdchengruppe (2 bis 6 Jahre) und der Krabbengruppe (3 bis 6 Jahre) in altersgerechten Formen beispielsweise intensiv mit der Meeresverschmutzung.

„Wir haben das Thema zuerst in der Gruppe besprochen und dann Fische aus Klopapierrollen gebastelt, die auf einem großen Wandbild zeigen, welchen Müll die Fische schließlich aufnehmen“, erläuterte Erzieherin Christin Jaspert. Bei den Kindern sei dies sehr gut angekommen, schilderte sie, dass die Kleinen mit großem Spaß und Interesse bei der Sache waren und immer wieder fragten: „Wie kommt der Müll ins Meer?“.

Einmal im Monat findet in der Kita zudem ein gemeinsames Frühstück statt, dass die Eltern mit gesunden Snacks für den Start in den Tag bestücken. Gleichzeitig werde den Kleinen vermittelt, wo die Lebensmittel herkämen und wie man schon beim Einkauf Müll vermeiden könne.

So könnten die Kinder dann beispielsweise auch entdecken, was denn so im eigenen Garten zuhause wachse, ergänzte Jaspert. Ganz in diesem Sinne wurde im Herbst auch der Apfelbaum auf dem Kita-Gelände an der Birkenstraße abgeerntet und die Früchte in leckeren Apfelkuchen verwandelt.

Im März ist eine große Müllsammelaktion in Stockum geplant. Dann wollen sich alle gemeinsam an den Frühjahrsputz entlang von Straßen und Wegen machen. Ebenfalls im Frühling steht der Bau von Hochbeeten auf dem Programm.

Auch nach der erhofften Zertifizierung zur fairen Kita bleibt der Umweltschutz Thema. Mit viel Wissensvermittlung und praktischer Anleitung soll so der Grundstein für Umweltbewusstsein bereits im Kleinkindalter gelegt werden.

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