Samstag, April 18, 2026

Feuerwehr Werne übt für den Ernstfall an der Wiehagenschule

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Werne. Die Freiwillige Feuerwehr Werne probte an der Wiehagenschule für den Ernstfall: Anfang der Woche stand an der Stockumer Straße eine Alarm- bzw. Räumungsübung auf dem Programm.

Ein korrektes und umsichtiges Verhalten von Lehrerkräften und Schülern im Brandfall ist für eine sichere und schnelle Räumung einer Schule sehr wichtig. Sollten die Abläufe mal nicht sicher beherrscht werden, entstehen schnell unübersichtliche Situationen. Um dieser Gefahr vorzubeugen und damit im Gefahrenfall alle Schüler und Mitarbeiter schnell und ohne Verzögerung in Sicherheit gebracht werden können, sollten zweimal im Jahr Räumungsübungen bzw. Alarmproben durchgeführt werden, heißt es in einer Mitteilung der Feuerwehr Werne.

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Lehrer Johannes Kriele, der für die verhinderte Schulleiterin Nicola Buschkotte eingesprungen war, setzte wie abgesprochen um 11 Uhr mit einem Telefonanruf die ehrenamtlichen Einsatzkräfte vom Löschzug 1 Stadtmitte in Bewegung und drückte gleichzeitig den Knopf für den Räumungsalarm.

Vorbildlich verließen Kinder und Lehrer nach dem Ertönen des Feueralarms das Gebäude an der Stockumer Straße und fanden sich an den Sammelplätzen hinter der Turnhalle bzw. im Freigelände ein. Nach der erfolgreichen Zählung ihrer Sprösslinge meldeten die Lehrkräfte die Klassen bzw. Schülerzahl an den zuständigen Verantwortlichen, um abzugleichen, dass keine Person mehr im Gebäude war.

Das Szenario: Mit Martinshorn und Blaulicht fuhren kurze Zeit später ein voll besetztes Löschfahrzeug und die Drehleiter auf den Schulhof. Der Lehrerin Jutta Heuer war jedoch ihr Fluchtweg aus dem Gebäude heraus durch das imaginäre Feuer abgeschnitten worden, und sie stand nun winkend an einem Fenster im zweiten Obergeschoss. Zur Menschenrettung wurde daraufhin die Drehleiter in Stellung gebracht und parallel ein Trupp unter Atemschutz in den Klassenraum vorgeschickt.

Mit Martinshorn und Blaulicht fuhren ein voll besetztes Löschfahrzeug und die Drehleiter auf den Schulhof. Foto: Feuerwehr Werne

Nach circa zehn Minuten konnte der Räumungsalarm abgeschaltet werden und Heuer hatte wieder sicheren Boden unter den Füßen. Johannes Kriele ließ sich von einem Kameraden noch eine Grundeinweisung in das Hohlstrahlrohr geben und probierte das neu erlernte Wissen gleich praktisch aus. Zur Freude der Schülerschaft bei diesem heißen Wetter, zeigte er ihnen zum Beispiel die unterschiedlichen Sprühbilder.

Das Fazit: Insgesamt verliefen die Übungen sehr gut, lediglich über Kleinigkeiten wurden in der Nachbesprechung diskutiert, um sie zukünftig besser gestalten zu können.

Eine willkommene Abkühlung: Lehrer Johannes Kriele bekam eine Einweisung in das Hohlstrahlrohr – sehr zur Freude der Schüler/innen. Foto: Feuerwehr Werne

Freiwillige Feuerwehr Werne sucht Verstärkung

Um an der Räumungsübung teilnehmen zu können, haben sich viele Feuerwehrkameraden Urlaub bzw. Überstunden genommen. Dies trug maßgeblich zum erfolgreichen Abschluss der Räumungsübung bei. Ein realer Brand kündigt sich aber nicht vorher an. Da die meisten Kameradinnen und Kameraden der Feuerwehr Werne aber nicht im Gemeindegebiet arbeiten, stehen sie zu diesen Zeiten auch nicht für aufkommende reale Einsätze zur Verfügung, wenn sie nicht gerade zufällig Urlaub haben oder Schichtarbeiter sind.

„Wir möchten zu jeder Tages und Nachtzeit ein rechtzeitiges Ausrücken in der richtigen Personenstärke sicherstellen. Daher bitten wir die Bevölkerung von Werne, genau wie wir, auch aktiv zu werden und sich der Freiwilligen Feuerwehr Werne anzuschließen“, sagt Tobias Tenk, Sprecher der Feuerwehrleute in Werne.

Kontaktinformationen finden Interessierte unter www.feuerwehr-werne.de.

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