Sonntag, März 8, 2026

Große Herbstübung der Feuerwehr rund um das Stadthaus

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Werne. Die Gesamtwehr der Freiwilligen Feuerwehr Werne hat am Samstag, 14. Oktober 2023, ihre Herbstabschlussprüfung absolviert. Eingeladen waren neben Bürgermeister Lothar Christ auch Vertreter aus den Fraktionen des Stadtrates, die sich so direkt einen Eindruck von der Leistungsfähigkeit ihrer Feuerwehr verschafften.

Die Übungsleitung mit Nils Wienstroer, Daniel Meyer und Jens Jäger hatte das Stadthaus als Einsatzobjekt ausgewählt. Anders als bei einem Realeinsatz im Werner Stadtgebiet, sammelten sich die Einheiten aus Werne, Stockum, Langern und Holthausen im Bereitstellungsraum an der Wache des Löschzugs 1 und wurden durch den Einsatzleitwagen nach einer ersten Erkundung durch den Einsatzleiters gezielt auf das Gelände beordert.

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Bei dem angenommenen Ernstfall handelte es sich um drei zusammenhängende, komplexe Szenarien am und rund um das Stadthaus. Demnach war es in der Tiefgarage zm Brand eines E-Bike-Akkus gekommen, eine Person sollte dort vermisst sein. Die durch den Brandrauch im Tiefgaragenkeller und im angrenzenden Treppenhaus ausgelöste Brandmeldeanlage hatte auch den Hausmeister auf den Plan gerufen, welcher bei der Einfahrt in die Tiefgarage einen Eigenunfall mit seinem PKW verursachte und in seinem Fahrzeug eingeklemmt wurde. Der Brandrauch aus der Tiefgarage zog durch das Treppenhaus bis in die fünfte Etage hoch, wo just der Bürgermeister mit weiteren Stadtvertretern eine Besprechung abhielt, die durch den Brandrauch eingeschlossen und somit akut gefährdet waren.

Brand eines E-Bike-Akkus und eine vermisste Person lautete der fiktive Übungseinsatz in der Tiefgarage des Stadthauses.

Der Einsatzleiter teilte die Einsatzstelle in vier Abschnitte ein. Dafür wurden die unterschiedlichen Einheiten der Gesamtwehr ihrem taktischen Einsatzwert entsprechend aufgesplittet und den räumlich getrennten Einsatzabschnitten zugeteilt. Der erste Einsatzabschnitt sollte die Menschenrettung und Brandbekämpfung in der Tiefgarage einleiten. Der zweite bildete die Menschenrettung im verrauchten Treppenhaus und die Betreuung der eingeschlossenen Personen im fünften Obergeschoss. Der dritte Einsatzabschnitt führte eine technische Rettung des verunfallten und eingeklemmten Hausmeisters aus seinem PKW durch und der vierte rettete die Personen aus dem fünften Obergeschoss mit Hilfe der Drehleiter.

Verschiedene Szenarien simulierten vielschichtige Einsatzlage

Im späteren Verlauf der Einsatzübung wurde von der Drehleiter über den Wasserwerfer am Korb, Wasser auf das Dach abgegeben. Neben der Trennung der Einsatzstellen-Funkrufgruppen und der Handhabung der Funkgeräte wurden so von jede Einsatzkraft diverse Handgriffe und die Benutzung der Gerätschaften eingeübt. Dies ist nötig, um die modernen Techniken im Einsatzfall sicher und schnell bedienen zu können. So wurde beispielsweise im sogenannten Innenangriff unter Atemschutz die Menschenrettung und das Suchen von Vermissten simuliert. Geprobt wurde zudem die Kommunikation innerhalb der Einheiten in dem Gebäude sowie die Funkverbindung zum Einsatzleitwagen.

Der dritte Einsatzabschnitt sicherte das verunfallte Fahrzeug gegen weitere Bewegungen und schnitt mittels Hydraulischen Rettungsgerät die Fahrertür auf. Es wurden alle Personen gerettet beziehungsweise befreit und zur Patientenablage am Einsatzleitwagens (ELW) verbracht, wo diese an den fiktiven Rettungsdienst übergeben wurden.

Es wurden alle Personen gerettet bzw. befreit und zur Patientenablage am ELW verbracht. Hier probierten die Jüngsten aus, wie Hilfe geleistet wird.

Der Leiter der Wehr Thomas Temmann nutzte die Gelegenheit und erklärte den Anwesenden aus Verwaltung und Politik die Anforderungen des Arbeits- und Gesundheitsschutzrechts, die dem Hygienekonzept der Wehr zugrunde liegen. Er erläuterte die Notwendigkeit von Ersatzkleidung für die Träger der Atemschutzgeräte, so dass die freiwilligen Kräfte die kontaminierte Kleidung nach dem Einsatz wechseln und somit einsatzfähig bleiben können.

Im vierten Einsatzabschnitt retteten die Einsatzkräfte den Bürgermeister und weitere Personen aus dem fünften Obergeschoss des Stadthauses mit Hilfe der Drehleiter.

An der Wache am Konrad-Adenauer-Platz fand im Anschluss an die Übung noch eine ausführliche Einsatznachbesprechung statt. Thomas Temmann freute sich über den erfolgreichen Ablauf der gut ausgearbeiteten Herbstübung und über die Möglichkeit, diese im Stadthaus durchführen zu können. Zuverlässige Arbeit in Sachen Verpflegung leistete schließlich die Unterstützungsabteilung der Feuerwehr Werne.

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