Grundsteuer: Finanzamt informiert über die nächsten Schritte

Anzeige

Werne. Rund 6,5 Millionen Grundstücke und Betriebe der Land- und Forstwirtschaft in Nordrhein-Westfalen müssen aufgrund der Grundsteuerreform neu bewertet werden. Bisher sind rund 5,8 Millionen Erklärungen (89 %) in den nordrhein-westfälischen Finanzämtern eingegangen, berichtet das Finanzamt Lüdinghausen in einer Pressemitteilung. 

„Im Finanzamt Lüdinghausen sind bisher 49.300 Erklärungen von 54.815 eingegangen, rund 90 Prozent. Davon wurden rund 90 Prozent digital abgegeben“, erklärt Frau Bohm, Leiterin des Finanzamts Lüdinghausen. „Die Frist ist am 31. Januar 2023 abgelaufen. Alle Eigentümerinnen und Eigentümer, die ihrer Verpflichtung zur Abgabe der Grundsteuererklärung bisher nicht nachgekommen sind, haben ein Erinnerungsschreiben erhalten. Sollten Sie bereits abgegeben, aber dennoch ein Erinnerungsschreiben erhalten haben, melden Sie sich bitte bei uns. In vielen Fällen lässt sich der Sachverhalt am Telefon schnell klären. Es kann zum Beispiel bei der Eingabe ein Zahlendreher passiert sein oder es ist versehentlich das falsche Aktenzeichen angegeben worden.“

- Advertisement -

Wird die Erklärung weiterhin nicht abgegeben, müssen die Finanzämter die Besteuerungsgrundlagen schätzen, heißt es weiter. Die Finanzämter in Nordrhein-Westfalen haben vor einigen Wochen mit dem Versand von Schätzbescheiden begonnen. Nach der Sommerpause werden die restlichen Fälle, in denen keine Erklärung vorliegt geschätzt. „Wichtig ist: Die Verpflichtung zur Abgabe der Grundsteuererklärung bleibt auch nach einer Schätzung bestehen“, betont die Leiterin.

„Die Abgabe der Grundsteuererklärung ist weiterhin digital über das Online-Finanzamt ELSTER möglich“, so Bohm weiter. „Auch die Unterstützungsangebote auf unserer digitalen Info-Plattform www.grundsteuer.nrw.de und die telefonische Hotline unter 02591-930- 1959, von Montag bis Freitag von 9 bis 18 Uhr, stehen weiterhin zur Verfügung.“

Wer die Erklärung zur Feststellung des Grundsteuerwerts abgegeben hat, erhält vom Finanzamt den Grundsteuerwert- sowie den Grundsteuermessbescheid. Der festgestellte Grundsteuerwert hat noch keine Aussagekraft über die zu zahlende Grundsteuer ab 2025. Die Kommunen setzen ab 2024 zunächst die neuen Hebesätze fest und berechnen mit diesen und den Grundsteuermessbeträgen die zu zahlende Grundsteuer. Grundsteuerzahlungen nach neuem Recht sind ab dem 1. Januar 2025 zu leisten.

Es ist beabsichtigt, die Grundsteuer aufkommensneutral zu reformieren. Das Ministerium der Finanzen wird daher sämtliche Kommunen öffentlich über den jeweiligen Hebesatz informieren, der zur Aufkommensneutralität in der jeweiligen Kommune führt. So wird Transparenz darüber ermöglicht, ob seitens der Kommune mit den Hebesätzen Steuern gesenkt, erhöht oder gleich gelassen werden.

Hintergrund

Nachdem das Bundesverfassungsgericht die bisherige Bemessungsgrundlage für die Grundsteuer für verfassungswidrig erklärt hat, musste der Gesetzgeber die Grundsteuer reformieren. Die Abgabe der Grundsteuerklärungen startete am 1. Juli 2022 und endete nach einmaliger Verlängerung am 31. Januar 2023. Ab dem 1. Januar 2025 wird die Grundsteuer nach neuem Recht erhoben.

Anzeige

Weitere Artikel von Werne Plus

25 Jahre Priester aus Leidenschaft: Jürgen Schäfer feiert Jubiläum

Werne. Mit großer Dankbarkeit, herzlicher Verbundenheit und spürbarer Freude feierte die katholische Kirchengemeinde St. Christophorus am Vorabend des Fronleichnamsfestes das 25. Priesterjubiläum von Pfarrdechant...

Radeln mit Kolping – eine runde Sache

Werne. 15 Radlerinnen und Radler konnte Tour-Guide Heinz Abdinghoff am vergangenen Montag zur geführten Radtour der Kolpingsfamilie begrüßen. Mit guter Laune und bestem Wetter zum...

TV Wernes U14 überzeugt bei Westfälischen Blockmeisterschaften

Werne. Bei besten äußeren Bedingungen gingen im Ahorn-Sportpark in Paderborn insgesamt sechs Nachwuchsathletinnen und -athleten des TV Werne bei den Westfälischen Blockmeisterschaften U14 an...

VKU: Neue Schulbuslinien sorgten für Verwirrung

Werne. Die Kritik am neuen Fahrplan der VKU reißt nicht ab. Probleme gab es auch bei den Schulbusverbindungen. Fünf Familien reichten nach eigenen Angaben...