Intelligente Ampel statt Kreisel für Kamener Straße

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Werne. „Der Kreisverkehr an der Kamener Straße ist Geschichte. Das wird vom Baulastträger Straßen.NRW nicht mitgetragen“, informierte Dezernent Ralf Bülte am Donnerstag, 1. Juni 2023, im Ausschuss für Stadtentwicklung, Planung und Wirtschaftsförderung die Politik.

An der Kreuzung von Kamener Straße und Südring soll zwischen Busunternehmen und Autohaus künftig die Zuwegung auf das Gelände von Surfwrld/Sciencewave führen.

Der Bau eines Kreisel wurde aus Werner Sicht nicht erst seit den Plänen für Surfpark und Großforschungsanlage schon seit Jahren favorisiert, denn insbesondere Linksabbieger vom oder in den Südring haben es an dem neuralgischen Verkehrspunkt schwer. Stattdessen soll eine intelligente Ampelanlage installiert werden und für einen gut gesteuerten Verkehrsfluss sorgen.

Im Gespräch mit der Stadt Werne habe Straßen.NRW gegen den Bau eines Kreisverkehrs mit vier Verkehrsarmen mehrere Gründe ins Feld geführt. Einer davon sei die unterschiedliche Belastung der Verkehrsarme, berichtete Bülte. Erhebliche Bedenken gebe es auch beim Thema Radverkehrsführung. Außerdem könne sich ein Kreisverkehr eventuell auch auf die Hornebrücke auswirken, urteilte man demnach bei Straßen.NRW. Zu rütteln ist an der Entscheidung offensichtlich nichts mehr. Denn auch das NRW-Verkehrsministerium habe sich in einer Stellungnahme gegen den Kreisverkehr ausgesprochen, berichtete der Dezernent.

44. FNP-Änderung: Sonderbaufläche für Surfwrld/Sciencewave

Zum Stand des Planungsverfahren von Surfwrld/Sciencewave meldete er, dass die zweite Beteiligungsrunde bevorstehe, nachdem die Stellungnahmen des ersten Beteiligungsschritts inzwischen geprüft und verarbeitet seien. Der Entwurf für die FNP-Änderung wird mit den eingegangenen Stellungnahmen mit Begründung einschließlich Umweltbericht und den dazugehörigen Gutachten für die Dauer von einem Monat öffentlich ausgelegt. Sehr kurzfristig sei die Offenlage nicht möglich, weil es noch Klärungsbedarf gebe, so Bülte.

Der Fachausschuss, der diesmal in der Marga-Spiegel-Schule tagte, segnete die 44. Änderung des Flächennutzungsplanes (FNP) einstimmig ab. Somit soll der Bereich für das Großprojekt, der im FNP bislang als Sonderbaufläche unter anderem für Bergbau, Wald- und Bahnfläche oder Hochwasserschutz ausgewiesen ist, in eine Sonderbaufläche mit der Zweckbestimmung Wassersport- und Forschungszentrum geändert werden.

Ebenfalls einstimmig winkte die Runde den Bebauungsplan 4 – Wassersport- und Forschungszentrum ehemaliges Zechengelände durch. Darin enthalten sind der erneute Aufstellungsbeschluss sowie der Offenlagebeschluss.

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