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Werne. Die Werner Schriftstellerin Renate Behr legt ihren neuen Kanada-Roman vor. Es habe fast zehn Jahre gedauert, bis die Geschichte von Duncan Bright (Der Fluch von Fort Henry, Traumfänger Verlag, 2013) weitergehen konnte, dieses Mal aber ohne Pseudonym und in einem anderen Verlag, schildert sie.

Ausgiebige Recherchen über das Volk der Mi’kmaq, über die Landschaft und die Besonderheiten auf Cape Breton an der Ostküste Kanadas, so Behr, seien der Entstehung des Buches vorausgegangen.

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„Viele Dinge aus der Rahmenhandlung dieses Romans entstammen rein meiner Fantasie. Aber die Fakten über die Mi’kmaq, ihre Heiligen und Geister, ihre Lebensgewohnheiten und ihre Geschichte sind selbstverständlich exakt recherchiert“, betont sie.

Von der Umgebung habe sie sich bei ihren Besuchen in Nova Soctia selbst ein Bild machen können. „Wir haben den Bras d’Or Lake fast umrundet, waren in Baddeck und Sydney und haben Fort Louisbourg ausgiebig erkundet. Dabei sind auch uns die zahlreichen abgestorbenen und mit Flechten bedeckten Bäume aufgefallen“, schreibt sie. Was jedoch zur Zerstörung großer Waldgebiete geführt habe, sei im einzelnen noch nicht geklärt.

Zuerst sterben die Bäume …

Dieses Phänomen trete im gesamten Nordamerika auf und sei nach einer wissenschaftlicher Erklärung auf eine aus China eingeschleppte Käferart zurückzuführen, deren Larven jahrelang inaktiv unter der Baumrinde verbleiben, bevor die Bäume tatsächlich zerstört würden. Die Wissenschaft arbeite daran, hier Abhilfe zu schaffen. Tatsache sei jedoch, dass es inzwischen in einigen Bereichen an der amerikanischen Ostküste kaum noch überlebensfähige Bäume gebe.

Dass das Baum- und Fischsterben aber durch Menschenhand auf Cape Breton entstanden sind, sei jedoch wieder ein reines Fantasie-Konstrukt. Erschreckend sei jedoch, dass dies – nach ausgiebigen Recherchen – tatsächlich möglich wäre.

Realität sei auch die offene Feindschaft zwischen den schottischen Einwandererfamilien und den Mi’kmaq, die sich vor hunderten von Jahren auf die Seite der Franzosen gestellt hatten, berichtet sie.

Wie auch schon im Roman „Der Fluch von Fort Henry“ habe sie also historische und geografische Fakten mit ihrer Fantasie verbunden. „So ist ein Roman entstanden, der im Hinblick auf diverse Naturkatastrophen und Verbrechen gegen die Umwelt aktueller kaum sein könnte.“

Es wird auch in diesem Jahr eine Bücherhütte auf dem Werner Weihnachtsmarkt geben. Betreiber ist dieses Mal der Brighton Verlag aus Framersheim, in dem auch Renate Behrs Roman erschienen ist. Er wird natürlich an der Hütte verfügbar sein – neben anderen Werken des Brighton Verlags, Schwerpunkt dieses Mal auch Kinder- und Jugendbücher.

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