Donnerstag, Mai 23, 2024

Stadt Werne räumt Probleme mit Rattenbefall ein

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Werne. Immer wieder gibt es in den Städten Probleme mit Ratten. So meldete sich am Mittwoch (01. Februar 2023) im Ausschuss des Kommunalbetriebs Werne (KBW) Ratsfrau und Unternehmerin (ALF Fahrzeugbau) Uta Leisentritt, um auf einen Befall im Gewerbegebiet Wahrbrink aufmerksam zu machen – und um die Bevölkerung zu sensibilisieren.

„Die Bürgerinnen und Bürger müssen sich bei Rattenproblemen direkt beim Ordnungsamt melden“, sagte die CDU-Fraktionsvorsitzende. Zehn bis 15 Nager würden ihr täglich auf dem Firmengelände über den Weg laufen.

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Adrian Kersting, Abteilungsleiter Straßen und Verkehr, bestätigte „viele Meldungen“ derzeit im Stadtgebiet. Er rät davon ab, Wildvögel zu füttern oder Essensreste über die Toilette zu entsorgen.

Warum die Rattenpopulationen in den Städten wachsen, erklärt Schädlingsbekämpfer Patrick Sonnenburg aus Südkirchen auf Nachfrage von WERNEplus: „Das liegt an der geänderten Gesetzgebung, die gut für die Tiere, aber schlecht für den Menschen ist.“ So dürfen die Köder in der Kanalisation nicht mit Wasser in Berührung kommen, damit die Giftstoffe nicht in die Klärwerke gelangen. „In Fischen zum Beispiel wurde das Gift schon nachgewiesen. Daher wurden die Gesetzte verschärft“, so der Experte weiter. Auch sei Rattengift nicht mehr frei verkäuflich.

Im Ausschuss versprach Kersting, die „Sache anzugehen“. So seien neuartige Köderboxen, die nicht ausgespült werden und demnach nicht mit Wasser in Berührung kommen, ein Thema. Patrick Sonnenburg ist da skeptisch: „Das ist eine Mammutaufgabe für die Städte. Denn diese speziellen Köderstationen sind extrem teuer, kosten pro Kanalschacht ab 300 Euro aufwärts. Da ist man schnell bei einem Millionenbetrag, wenn man alle Schächte addiert. Das kann sich keine Verwaltung leisten.“

Ob sich Ratten verstärkt in Wohn- oder Gewerbegebieten aufhalten, könne nicht pauschal gesagt werden. „Unsere Erfahrung zeigt: Die Nager sind überall. Meistens kriegt man es ja gar nicht mit“, betont Sonnenburg. Der Schädlingsbekämpfer rät dazu, Müll zu vermeiden: „Denn überall da, wo die Tiere genug Nahrung für sich und ihre Nachkommen finden, fangen sie an, sich zu vermehren.“

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