Stadtmuseum lädt zum Filmabend mit Glühwein-Umtrunk ein

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Werne. Das Jahr neigt sich dem Ende und das bietet eine gute Gelegenheit, einmal innezuhalten und Danke zu sagen. Auch das Stadtmuseum möchte sich bei allen Unterstützenden und allen Besucher/innen für das erfolgreiche Museumsjahr bedanken.

Damit es nicht bei warmen Worten bleibt, sollen diesen auch ein warmes Getränk folgen. Darum lädt das Museum am Mittwoch, 6. Dezember, um 19 Uhr, zu einem gemeinsamen Filmabend mit anschließendem Glühweinumtrunk. Gezeigt wird „Die Feuerzangenbowle“ (DR 1944, R: Helmut Weiss). Die Teilnahme ist kostenlos.

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Der 1944 von der nationalsozialistischen Propagandamaschinerie zu Ablenkungs- und Durchhaltezwecken während des Zweiten Weltkriegs produzierte Film ist bis heute ein Klassiker des Deutschen Kinos und wird besonders zum Jahresende traditionell gezeigt.

Er entführt in die „heile Welt“ des Kaiserreichs. Der gefeierte Schriftsteller Dr. Johannes Pfeiffer muss im Gespräch mit seinen betagten Freunden feststellen, dass ihm eine wichtige Lebenserfahrung fehlt. Da er ausschließlich von Hauslehrern unterrichtet wurde, ist ihm Freud und Leid des Schulbesuchs gänzlich unbekannt. Kurzerhand verkleidet er sich als Schüler und schleicht sich in einem Gymnasium ein, wo er den Schulbetrieb zum Leidwesen der Lehrer auf den Kopf stellt.

In Anbetracht seines Entstehungshintergrunds ist der Film dabei nicht ganz so harmlos, wie es auf den ersten Blick wirkt. Aus diesem Grund wird der Vorführung eine filmwissenschaftliche Einführung vorangestellt. „Es muss ja auch einen Vorteil haben, einen Filmwissenschaftler als Museumsleiter zu haben“, scherzt Flemming N. Feß, der seit Juli das Stadtmuseum leitet. „Und die kritische Auseinandersetzung und historische Sensibilisierung im Umgang mit dem eigenen Kulturgut ist schließlich auch Teil des Bildungsauftrages von Museen.“

Das soll jedoch nicht die Freude daran verderben, sich bei unvergesslichen Szenen wie „Jeder nur einen wönzigen Schlock“ oder „Pfeiffer mit drei F“ zu amüsieren.

Da die Platzanzahl in der Westfälischen Stube begrenzt ist, wird um eine vorherige Anmeldung per E-Mail an museum@werne.de oder telefonisch unter 02389/780773 gebeten.

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