Mittwoch, April 17, 2024

Wiehagenschule: Nach „Nein“ zur Brücke steht die Politik unter Druck

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Ein Kommentar.

Werne. Über den Sinn oder Unsinn einer Verbindungsbrücke zwischen Erweiterungsbau und Bestandsgebäude an der Wiehagenschule konnte bzw. kann man trefflich streiten. Das wurde ja auch in aller Ausführlichkeit getan, was auch gut ist. Nun kommt diese Brücke nicht, die Politik hat mehrheitlich so entschieden.

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Dezernent Frank Gründken rechnete vor, dass dank der 60 Jahre andauernden Abschreibung der baulichen Maßnahme jährlich lediglich 4.300 Euro Mehrkosten durch die Brückenlösung anfielen. Wenn der Haushalt der Stadt Werne tatsächlich an diesen 4.300 Euro scheitert, dann würde er es auch ohne diese Ausgabe.

In der Ausschusssitzung fiel auch mehrfach der Begriff „Schulfrieden“. Die Verantwortlichen der Wiehagenschule hatten sich eine Verbindungsbrücke gewünscht, hätten dafür sogar monatelang Unterricht in Containern oder den Umzug einzelner Klassen in ein anderes Gebäude in Kauf genommen – weil sie auf lange Sicht diese Lösung für die bestmögliche halten.

Pavillon im Erdgeschoss, Laubengang – so lautet die nun mit klarer Mehrheit politisch gewollte Alternative, deren Planung jetzt erst beginnt. Aber ist das zu Ende gedacht? Ein „geschlossener Gang“, wie angeklungen, scheint kaum praktikabel. Denn der Weg von der Stockumer Straße zum Haupteingang wäre in diesem Fall abgeschnitten, der Weg links um den Erweiterungsbau oder durch den kleinen Seiteneingang umständlich. Bliebe eigentlich nur ein überdachter, an den Seiten offener Gang zwischen den Gebäuden, um die Eingangssituation nicht neu überdenken zu müssen. Es gibt also noch viel zu tun …

CDU, SPD und UWW haben mit Blick auf den städtischen Haushalt, der sich zukünftig mit Gewissheit dramatisch darstellen wird – da sind sich alle einig – schon einmal den Rotstift angesetzt. Das ist richtig und wichtig. Doch besonders die Gemeinschaft an der Wiehagenschule – Leitung, Lehrkräfte, Eltern und Kindern – werden jetzt genau hinschauen, was und wo noch gestrichen werden muss. Zur Erinnerung: Nach Abschluss der Machbarkeitsstudie für eine Erweiterung des Anne-Frank-Gymnasiums könnte auch dort eine teure Baumaßnahme bevorstehen – sicher auch mit vielen Wünschen aus der Schulgemeinde. Der Druck auf die Politik bei zukünftigen Entscheidungen ist seit gestern nicht kleiner geworden.

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