Bürokratie bremst Surfpark aus – weiterer Verzug bestätigt

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Werne. Surfen wie im Meer auf der ehemaligen Zechenbrache in Werne? Diese Nachricht schlug im Herbst 2020 im wahrsten Sinne des Wortes hohe Wellen. Eigentlich sollte der größte Surfpark der Welt in diesem Jahr eröffnet werden. Angesichts vieler, vor allem bürokratischer, Hürden wurde der Baustart immer wieder verschoben.

Nach außen wurde es nach der gut besuchten Bürgerversammlung zum Doppelprojekt SURFWRLD/SCNCWAVE vor fast genau einem Jahr ruhig um das ambitionierte Projekt. Im Juni 2023 gab Dr. Michael Detering von der SW GmbH & Co. KG ein letztes Update in der öffentlichen Sitzung des Ausschusses für Stadtentwicklung, Planung und Wirtschaftsförderung. Ein ganzer Schwung von Gutachten sei erstellt, meldete er damals für die Expertisen zu Verkehr, Umwelt, Klima, Schall, Entwässerung, Artenschutz, Energie und Nachhaltigkeit Vollzug. Einwände nach der ersten Offenlage der Pläne hat der Projektträger und -entwickler seitdem abgearbeitet.

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„Der Prozess zieht sich und wir haben leider wieder ein dreiviertel Jahr verloren. Die Bürokratie sorgt für den Verzug, der auch finanziell für uns ärgerlich ist“, sagt Dr. Detering. Inzwischen hofft er auf einen Baustart in diesem Herbst. Ende 2025 könnten die ersten wasserbaulichen Forschungen beginnen, die Eröffnung der SURFWRLD, der kommerzielle Teil des Vorhabens, könnte dann für Frühjahr/Sommer 2026 terminiert werden.

Auf der ehemaligen Zechenbrache soll der größte Surfpark der Welt entstehen. Der mögliche Baustart wurde nun auf Herbst 2024 verschoben. Archivfoto: Kreativshooting / T. Schütte

Detering blickt mit Spannung dem weiteren Fortschreiten des Bauleitplanverfahrens entgegen. Eine weitere vierwöchige Offenlage der Pläne sollte dann abschließend in einen Stadtratsbeschluss münden. Derweil läuft die technische Vorbereitung weiter. „Wir haben nicht nur das Gebäude geplant, sondern vor allem erste große Wellenbecken ausgelegt, umerisch und in einem physikalischen Modell getestet. Von den Ergebnissen sind wir begeistert. Die Wellen werden noch besser als gedacht. Das gilt für die Forschung und den Wassersport“, so Detering weiter.

Im vergangenen Jahr fanden bereits Probebohrungen auf dem künftigen Surfpark-Gelände statt. Archivfoto: Wagner

Erstes Forschungsprojekt ist fix

Vor allem in den für den Wassersport weniger attraktiven Monaten im Herbst und Winter wird die Anlage bekanntlich in eine hydrodynamische Versuchsanlage für großmaßstäbliche Wellenversuche (SCNCWAVE) umgewandelt. Obwohl der Zeitpunkt für den Baustart noch nicht feststeht, haben Dr. Michael Detering und sein Team schon das erste große Forschungsprojekt „an Land gezogen“ – schwimmende Photovoltaik-Anlagen. „Für diese Form der Solarenergie-Nutzung gibt es noch viel Entwicklungspotenzial, weil es bislang keine geeignete Anlage zum Testen gibt“, sagt der Projektentwickler, dem noch weitere Anfragen vorliegen.

Während die offizielle Eröffnung der O2 SURFTOWN MUC in München für den Frühsommer 2024 geplant ist und ein ähnliches Projekt in den Niederlanden ebenfalls voranschreitet, müssen sich die Macher in Werne aufgrund von bürokratischen Gründen weiter in Geduld üben.

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