Donnerstag, Juni 20, 2024

Kultur-Frühstück zum Frauentag in Werne: ein voller Erfolg

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Werne. Als Höhepunkt der Veranstaltungswoche zum Internationalen Frauentag fand das Kultur-Frühstück am Sonntag (10.03.2024) im Martin-Luther-Zentrum in Werne statt.

Der Internationale Frauentag hat in Werne eine lange Tradition. Liane Jäger von den Kaktusblüten erinnert sich noch ganz genau. Der erste Frauentag wurde 1986 in Werne gefeiert.

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Mit der damaligen Gleichstellungsbeauftragten Maria Jockenhöfer schlossen sich Frauen aus der Ersten Frauenalternative e.V. (efa), der DKP, der CDU-Frauenvereinigung des Arbeitskreises Sozialdemokratischer Frauen (ASF, der Grünen, des Dritten Welt Arbeitskreises, der Friedeninitiative sowie der Gewerkschaft HBV) zusammen, um den ersten Frauenkampftag in Werne zu feiern.

Unter dem Motto „Ohne uns läuft nichts!“ wurde mit Musik, Kunst und Kultur sowie frauenpolitischen Themen der Tag begangen. Diese bald 40-jährige Tradition wurde am Sonntag im Martin-Luther-Zentrum fortgeschrieben. Das Organisationsteam des Weltfrauentags lud zum Kultur-Frühstück ein. Rund 70 Frauen folgten der Einladung.

Zur Einstimmung lud die Evangelische Kirchengemeinde mit Pfarrerin Carolyne Knoll, vor dem Kultur-Frühstück zu einem Gottesdienst mit der Geschichte von Maria und Martha – zwei Schwestern, die ungleicher nicht sein können, ein. Danach füllte sich das Martin-Luther-Zentrum schnell und die zahlreich erschienen Frauen bekamen etwas auf die Ohren, etwas zum Lachen und etwas zum Schmunzeln.

Rund 70 Frauen kamen zum Kultur-Frühstück im Rahmen der Veranstaltungswoche zum Weltfrauentag in Werne. Foto: privat

Eröffnet wurde die Veranstaltung durch Bürgermeister Lothar Christ, der in seiner Ansprache, neben dem geschichtlichen Hintergrund des Weltfrauentages im späten 19. Jahrhundert mit der Arbeiterinnenbewegungen auch ganz aktuelle Themen ansprach. Die tägliche Gewalt gegen Frauen und Mädchen, die Benachteiligungen im Arbeits- wie im gesellschaftlichen Leben und die Unterrepräsentanz von Frauen, beispielsweise in Leitungsfunktionen, Aufsichtsräten, Vorständen und in Stadträten, wurden skizziert. Das Kultur-Frühstück, so der Bürgermeister, zeige, welche besondere Rolle Frauen bei der Gestaltung unseres kulturellen Lebens spielen. Nicht zum ersten Mal ist dabei ein Veranstaltungswoche entstanden, die sich sehen lassen kann.

Durch die Veranstaltung führte die Gleichstellungsbeauftragte Monika Eichmanns, Koordinatorin des Weltfrauentags in Werne. Sie freute sich zusammen mit dem Organisationsteam über die große Resonanz für das Kultur-Frühstück. „Insgesamt ist die Veranstaltungswoche zum Internationalen Frauentag ein großer Erfolg für Werne. So viel Kultur von Frauen für Frauen gibt es nur zum Weltfrauentag“, so die Gleichstellungsbeauftragte.  „Möglich gemacht haben dies die ehrenamtlichen und hauptamtlichen Künstler/innen, Helfer/innen und die Sponsor/innen“.

Bei einem Gläschen Sekt und einem leckeren Frühstücks Buffett von Omas Café kam schnell Stimmung auf, so dass nicht nur die Damen im Verlauf des Vormittags auf ihre Kosten kamen, auch die Künstlerinnen bekamen reichlich Beifall für ihre Darbietungen.

Den Aufschlag des Programms machte der Chor, „A barrel of fun“. Rund 25 Sängerinnen mitsamt Leiterin Brigitte Kockelke sangen neben Barbershop- und Jazzstücken auch Lieder aus dem Pop-Genre, die die Frauen in Stimmung brachten.

Danach ging es bei der Lesung „Die Töchter Egalias“ ruhiger zu. Die ausgebildete Sprecherin Aloisia Kreienbaum las Passagen aus dem Roman „Die Töchter Egalias“ der Norwegerin Gerda Brantenberg. Die Umkehr der Geschlechterrollen sorgte für Momente des Schmunzelns und der Heiterkeit bei den Zuhörerinnen.  

Zum Abschluss sangen die Gastgeberinnen, Künstlerinnen und Gäste das traditionelle Kampflied der Frauenbewegung „Brot und Rosen“. Foto: privat

Ein fester Bestandteil des Weltfrauentags in Werne sind die Kabarettgruppe Kaktusblüten, die 1990 aus der „efa“ entstanden sind.  Diesmal gab es einen Mix aus alten und neuen Theaterszenen und einen Vorgeschmack auf das neue Programm „Ein himmlisches Vergnügen“, das im November Premiere feiern soll. Hier wurden die Lachmuskeln der Frauen stark in Anspruch genommen, als es Tipps zur „artgerechten Männerhaltung“ gab.  

Auch die Buchhandlung Bücher Beckmann war wieder mit von der Partie und präsentierte am Rande des Kultur-Frühstücks eine Auswahl von Frauenliteratur.

Einen runden Abschluss machte das traditionelle Lied „Brot und Rosen“, das aus einem Gedicht von James Oppenheim heraus vertont wurde und erstmals von streikenden Textilarbeiterinnen im Jahr 1912 im Bundestaat Massachusetts gesungen wurde.

Der bunte Wechsel aus Gesängen, Lesungen und Kabarett sowie Zeit für Gespräche kamen gut an und machten Lust auf eine Wiederholung im nächsten Jahr zum Weltfrauentag.

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