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Werne. Tiefe Fahrrinnen und Verwerfungen im stark beschädigten Pflaster und dazu viele unterschiedliche Oberflächenmaterialien prägen derzeit das wenig attraktive Erscheinungsbild rund um den Klostervorplatz samt seiner angrenzenden Straßen. Das soll sich grundlegend ändern.

Wie der Bereich nach einer grundlegenden Neugestaltung aussehen könnte, brachte Planer Christian Most von DW Ingenieure am Dienstag, 26. November 2024, den Politikern im Ausschuss für Stadtentwicklung, Planung und Wirtschaftsförderung in einer Präsentation zur Kenntnis „Es darf geplant werden“, hatte Dezernent Ralf Bülte zuvor die geltende Beschlusslage für eine Umgestaltung vorausgeschickt.

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Mit diesem Bereich werde der letzte Teil der Innenstadt umgestaltet, schilderte Most, dass sich die Planer dabei an Materialauswahl und Gestaltung der vorhandenen Fußgängerzone (Steinstraße, Markt, Bonenstraße) orientieren werden.

Der Charakter des Platzes vor dem historischen Kapuzinerkloster soll sich zum Besseren wandeln. Fotos: Gaby Brüggemann

Die Randbereiche der Südmauer und der Klostervorplatz sollen nach der Überarbeitung zum Hingucker mit Wiedererkennungswert im Stadtbild werden, lassen sich laut Präsentation die vielschichtigen Ziele der Planer auf den Punkt bringen.

Aufgewertet, verkehrsberuhigt und behindertengerecht

Einbezogen in die Neugestaltung wurde auf Wunsch der Kapuziner die Anlage eines behindertengerechten Zugangs zum Kloster. Die Südmauer wird zum verkehrsberuhigten Verkehr (Tempo-7-Zone). Der Durchfahrtsverkehr bis Straße „Am Neutor“ soll künftig nicht mehr möglich sein. Lediglich Rettungsfahrzeuge sowie Rest- und Wertstoffabfuhr dürfen dann von der Südmauer aus einfahren. Stattdessen soll der Bereich vom Neutor aus befahren werden können und die derzeitige Einbahnstraßenregelung wird damit passé. Ein Wendehammer in Höhe der Tiefgarage der Sparkasse ermöglicht die Ausfahrt in Richtung Neutor.

Tiefe Fahrrinnen und Schäden belegen den Handlungsbedarf. Foto: Gaby Brüggemann

Die Klinkersteine des Gehwegs an der Klostermauer werden aufgenommen, gereinigt und wieder eingebaut. Der Klostervorplatz selbst soll, so Christian Most, einen übergeordneten Charakter erhalten. Auch hier werden die vorhandenen „gut passenden“ Steine aufgenommen und wieder eingebaut. Bänke, Tische und Spielgeräte sowie ein überdachter Bereich sollen den Platz vor dem historischen Klostergebäude insgesamt behindertengerecht mit viel Aufenthaltsqualität ausstatten.

Öffentliche Pkw-Stellplätze, teils behindertengerecht mit mehr Fläche, Ladestationen für E-Mobilität (eventuell auch PV-Box für E-Lastenrad-Sharing) sowie Fahrradstellplätze im gesamten Planungsbereich sind angedacht. Die Parkplatzsituation für den Einzelhandel werde nicht beeinträchtigt, hieß es. Installiert werden soll zudem eine neue LED-Straßenbeleuchtung.

Achtsamkeit für alten Baumbestand und Neupflanzungen

Dem alten Baumbestand an Klostermauer und -vorplatz widmen sich die Planer mit viel Achtsamkeit. So sollen die Pflanzbeete des Altbestandes erweitert werden. Geschlossene Schlitzrinnen sorgen für die verbesserte Bewässerung. Außerdem sollen angefangen vor der Sparkasse 13 neue schlank wachsende Bäume (z.B. Ahorn, Eiche) gesetzt werden. Drei vorhandene Akazien sollen wegen ihres schlechten Zustands entnommen werden, sodass unter dem Strich zehn zusätzliche Bäume geben soll. Die Neupflanzungen erhalten Baumrigolen (Versickerungsanlagen) zum Regenwassermanagement.

Bis zur nächsten Sitzung des Fachausschusses am 4. Februar 2025 werde die Verwaltung einen Beschluss vorbereiten, kündigte Ralf Bülte an.

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