Orangene Bank signalisiert: „Nein zu Gewalt gegen Frauen!“

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Werne. Die Farbe Orange macht bei der neuen Bank auf dem Konrad-Adenauer-Platz vor dem Stadthaus ab sofort den Unterschied, denn das so eingefärbte Sitzmöbel ist das unübersehbare Signal für ein klares „Nein zu Gewalt gegen Frauen!“.

Am „Orange Day“, dem internationalen Gedenktag, der die Gewalt gegen Frauen und Mädchen in jedem Jahr am 25. November ins öffentliche Bewusstsein rückt, sah Bürgermeister Lothar Christ in der fest einzementierten Bank künftig den gewünschten Anlass „sich zu wundern“, wie er am Montagmittag bei der offiziellen Enthüllung betonte. Zu dem Termin waren interessierte Bürger/innen sowie Vertreter/innen aus Politik und Verwaltung gekommen.

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Das sichtbare Zeichen sei notwendig, denn die Gewalt gegen Frauen sei noch nicht ganz in den Köpfen angekommen, so der Bürgermeister. Mit der Bank und am Abend mit orange illuminierten Gebäuden in der Werner Innenstadt wolle man das Thema aus der „unsichtbaren Ecke“ holen. „Aufmerksam machen, hinsehen, Stimme erheben“, setzte Christ auf die orangene Symbolkraft. Das Thema sei brandaktuell und ein deutliches Zeichen der Gesellschaft und der Stadt deswegen geboten, hieß es sinngemäß.

Bank mit Signalwirkung vor dem Stadthaus – Sparkasse an der Lippe übernimmt Kosten

Dank der Spende der Sparkasse an der Lippe, die durch Heiko Rautert und Barbara Lindenblatt vertreten waren, entfaltet die orangene Bank ihre dauerhafte Signalwirkung vor Stadthaus und ist zugleich ein niederschwelliges Hilfsangebot, wie die Gleichstellungsbeauftragte der Stadt Werne, Monika Eichmanns, informierte.

Denn die kleine Plakette über der Bank weist mit zwei QR-Codes den im Vorbeigehen schnell mit dem Handy einlesbaren Kontakt zum „Hilfetelefon Gewalt gegen Frauen116 016“ sowie zum „frauenforum im Kreis Unna 023033 82202 e.V.. Im Foyer des Stadthauses ist zudem ein Stand mit vielen Broschüren, Informationen, Adressen und Hinweisen zum Thema platziert. Es geht darum, das Thema in die Öffentlichkeit zu tragen, so Eichmanns.

Monika Eichmanns ist Gleichstellungsbeauftragte der Stadt Werne und mit den Hilfsangeboten im Kreis gut vernetzt. Im Foyer des Stadthauses ist ein Stand mit Info-Materialien aufgbeaut.

Mit den erschreckenden Zahlen aus dem gerade veröffentlichen Bundeslagebild zu Straftaten gegen Frauen und Mädchen machte die Gleichstellungsbeauftragte diese Notwendigkeit hin mehr als deutlich und wies auf die engagierte Arbeit des „frauenforums im Kreis Unna e.V.“ hin, das von der stellvertretende Geschäftsführerin Britta Buschfeld vertreten wurde.

QR-Codes weisen Kontakt zu Hilfetelefon und „frauenforum im Kreis Unna e.V.

„Wir leisten Hilfe vor Ort“, sagte Buschfeld, und legte zugleich den Finger in die Wunde. „Der Staat ist auch gefordert“, lenkte sie die Aufmerksamkeit auf das (immer) noch nicht verabschiedete Gewalthilfegesetz, das betroffenen Frauen unter anderem eine auskömmliche Finanzierung bieten solle.

Plakette bietet Kontakt zu schneller im Hilfe im Vorbeigehen.

„Wer Schutz sucht, sollte nicht auch noch zahlen müssen“, forderte sie. Genau dies sei jetzt aber der Fall. Von dem Ziel, pro 10.000 Einwohner/innen ein Frauenhaus bereit zu halten, ist man demzufolge weit entfernt. „Wir haben im Kreis Unna mit 400.000 Einwohner/innen ein Frauenhaus mit zehn Plätzen für Frauen und zehn für Kinder“, schilderte sie den Anwesenden das drastische Zahlenverhältnis.

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