Freitag, Mai 24, 2024

Sporthalle Klöcknerstraße: Entwurfsplanung soll beginnen

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Werne. Die Planungen für den Bau einer Doppel-Turnhalle an der Klöcknerstraße können in die entscheidende Phase gehen. Der Betriebsausschuss des Kommunalbetriebs Werne (KBW) hat mit einer Mehrheitsentscheidung dafür den Weg geebnet und die Betriebsleitung beauftragt, mit der Entwurfsplanung (Leistungsphase 3) zu beginnen.

Diese umfasst neben detaillierten Angaben zum Projekt, der baufachliche Prüfung unter anderem auch den Ausgaben- und Finanzierungsplan. Liegt die Entwurfsplanung vor und stimmen die Förderbausteine, steht der endgültigen Förderzusage nichts mehr im Wege. Die Zweifach-Turnhalle soll die alte Sporthalle auf dem Gelände der Wiehagenschule an der Stockumer Straße ersetzen, die wiederum dem Erweiterungsbau der Schule weichen soll.

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Mit einer Reihe von Kosteneinsparungen hatten Anfang des Jahres 2024 das Gebäudemanagement, Architektur und Fachplanern die Kosten für in verschiedenen Bereichen so reduziert, dass der ursprünglich vorgesehene Kostenrahmen von 6,8 Millionen Euro eingehalten werden kann.

Wie Philipp Cramer, Leitung Gebäudemanagement, am Mittwoch, 8. Mai 2024, in der Sondersitzung des Ausschusses berichtete, zählen dazu unter anderem der Verzicht auf einen Mehrzweckraum (Kosteneinsparung ca. 60.000 Euro), Änderung der Fassadenbekleidung (130.000 Euro), Parkflächen in Dolomitsand/Feinsplitt 25.000 Euro), Reduzierung von Fenstergrößen (48.000 Euro) oder Umplanung der Parkplatzsituation (80.000 Euro).

Vor allem um die Parkplatzsituation an der geplanten Halle entzündeten sich Diskussionen. Plan: Stadt Werne

Diskussionsbedarf im Betriebsausschuss des KBW

Skepsis entzündete sich in dem Gremium an der angepassten Zahl der Parkplätze für die Sporthalle. „Wir bauen zwölf Parkplätze und streichen neun“, wandte Ferdinand Schulze Froning (CDU) ein, weil so die bisherigen Parkflächen an der Klöcknerstraße in diesem Bereich entfielen. „Das ist unausgegoren“, fand er. Claudia Lange (FDP) zeigte sich besorgt, dass so Parkplätze für die Anwohner wegfielen. „Wir sollten keinen Unmut erzeugen und Gefahrensituationen vermeiden“, meinte sie.

Christian Westhues (UWW) bekannte, er sei mit Blick auf die Parkplatz-Situation hin- und hergerissen und schlug vor, besser zur ursprünglichen Parkplatzplanung zurückzukehren. Danach sollte die gesamte stadteigene Fläche westlich der Waldstraße für Stellflächen genutzt werden. Dann wäre allen geholfen.

Für Martin Cyperski (CDU) reichte die Einhaltung des Kostenrahmens von 6,8 Millionen, „die mal in den Raum geworfen wurden“, allein nicht aus. „Sind das Einsparungen oder spare ich nur bei Dingen, die ’nice to have‘ sind?“, lautete sei Einwand. Er sah weiteren Beratunsgbedarf.

Dezernent Frank Gründken, (Jugend, Kultur Bildung) reichte es an dieser Stelle. „Wir haben die 6,8 Millionen Euro alle gemeinsam zu verantworten. In Gesprächen mit dem Fördergeber sei der Stadt die Zusage signalisiert worden, sofern die Förderbausteine erfüllt seien. Wir haben mit den Vereinen gesprochen, die im Rahmen der Planung zusätzliche Wünsche geäußert hätten. Es wurden Abstriche bei der Fassade, bei der Qualität der Bodenbelägen etc. gemacht und dennoch auf Funktionalität geachtet.“

Einen zugespitzten Vorwurf aus der Runde, nur an „goldenen Wasserhähnen“ gespart zu haben, wies er klar zurück. „Wir haben nirgendwo goldene Wasserhähne geplant, solche Begriffe sollte man endlich mal weglassen“, so Gründken. Auch das permanente Verschieben nach hinten bringe nichts, man müsse jetzt endlich mit der Entwurfsplanung beginnen.

Die Mehrheit des Gremiums folgte dem Appell mit neun Ja-Stimmen bei sechs Gegenstimmen der CDU.

Präsentation unter: https://buergerinfo.werne.de/sessionnet/buergerinfo/si0057.asp?__ksinr=3359)

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