Samstag, Januar 31, 2026

Surfpark soll mit Küstenambiente, Beckenform und Architektur punkten

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Werne. „Wir werden nicht nur den größten, sondern auch den schönsten Surfpark der Welt in Werne haben“, sagte Dr. Michael Detering, Projektentwickler der SCNCWAVE/SURFWRLD, im Ausschuss für Stadtentwicklung, Planung und Wirtschaftsförderung am Dienstag (08.10.2024) voller Überzeugung.

Ungeduld war in seinem Vortrag aber auch zu spüren. „Wir befinden uns mit der Bauleitplanung jetzt im fünften Jahr. Das tut weh. Wir stehen jetzt kurz vor der Offenlage, um Baurecht zu bekommen. Es haben sich seitdem nur Kleinigkeiten verändert. Dabei haben wir 1.000 Seiten Schrifttum produziert“, erläuterte Dr. Detering.

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„Wellenreiten und Wissenschaft“ oder eine Großforschungsanlage, die aussieht wie ein Surfpark, mit dieser Kombination von Freizeitsport und Forschung will er mit der SCNCWAVE/SURFWRLD ein Leuchtturmprojekt nach Werne bringen. Auf dem seit Jahrzehnten brach liegenden Gelände der ehemaligen Zeche Werne sollen zunächst der Forschungsteil Science Wave (SCNCWAVE) im Herbst 2025 und dann der Sport- und Freizeitbereich für die Wellenreiter (SURFWRLD) in Betrieb gehen, so der ambitionierte Zeitplan.

Das Vorhaben ist in zwei Bauabschnitte eingeteilt.

Politik und Öffentlichkeit stellte Dr. Michael Detering den aktuellen Planungsstand vor. Bei der optischen Gestaltung gehe man neue Wege. Mit einem Küstenambiente samt Dünenvegetation und heimischer Bepflanzung an den Rändern soll der Surfpark in Werne punkten.

Details zu den Planungen des Surfparks in Werne nannte Dr. Michael Detering im zuständigen Ausschuss.

Die Beckenform sei inzwischen hydraulisch optimiert worden. „Forschung und Sport – wir haben es für beide Nutzungen perfekt geschafft“, betonte der Projektentwickler. Die Surfstrecke betrage 180 Meter. Eine stehende Welle (Rapid Surfing) werde es ebenfalls geben – für Sport und Forschung.

Detering äußerte sich auch zu Umwelt und Nachhaltigkeit. Wesentliche Punkte sind Photovoltaikanlagen bei 80 Prozent der Pkw-Stellplätze sowie für je fünf Stellplätze ein Baum Klasse 1 (Endhöhe 25 Meter). Mindestens 188 Bäume sollen auf der Hauptfläche gepflanzt werden. Dach-PV und extensive Dachbegrünung auf dem Antriebsgebäude sind ebenfalls vorgesehen. Er führte zudem die geplanten Forschungsprojekte auf, die sich vor allem auf Erneuerbare Energie und maritime Techniken fokussieren.

Das Geheimnis zur Architektur des Hauptgebäudes wurde in der Ausschusssitzung gelüftet.

Erstmals präsentierte der Projektentwickler auch die Pläne der Architekten für das Hauptgebäude, unter anderem mit Gastronomie, Surfshop, Tagungsbereich, Büros und Hostel. Die Gebäude werden maximal eine Höhe von knapp 17 Metern haben und wären dann kleiner als die ehemaligen Zechenhallen in der unmittelbaren Nachbarschaft. „Dieser Gebäuderiegel dient uns auch als Schallschutz für die Fläche vor dem Industrielärm“, sagte er.

Klaus Schlüter (Bündnis 90/Die Grünen) wollte wissen, wann der zweite Bauabschnitt anvisiert werde. Detering konnte keinen genauen Zeitpunkt nennen: „Vielleicht zwei, drei Jahre später, eventuell auch früher. Das hängt von den Erfahrungen mit dem ersten Wellenbecken ab.“

Ausschussvorsitzende Uta Leisentritt (CDU) wünschte Dr. Michael Detering, „zeitnah starten“ zu können, worauf der Projektentwickler meinte: „Das geht mir genauso.“ Die Offenlage soll noch im Oktober beginnen, der Satzungsbeschluss wäre Anfang nächsten Jahres möglich.

Die komplette Präsentation zum Surfpark ist hier einsehbar: https://buergerinfo.werne.de/sessionnet/buergerinfo/si0057.asp?__ksinr=3327

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