Vortrag im Museum: Corona-Pandemie in den Geschichtsbüchern?

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Werne. Geschichte ist nicht einfach nur Vergangenheit, sie wird erzählt. Wie funktioniert diese
Erzählung? Und welche Themen gehören hier in Werne zu unserer Stadtgeschichte?

In diesem Monat geht es in der Reihe „Geschichte erzählen“ im Stadtmuseum am Donnerstag, 12. September, ab 18.30 Uhr um die Frage, was wohl morgen in den Geschichtsbüchern stehen wird. Unter dem Titel „Eine Geschichte ohne Ende schreiben: Wie und warum sollten wir die Geschichte der Corona-Pandemie erforschen?“ befasst sich Malte Thießen vom LWL-Institut für westfälische Regionalgeschichte am Beispiel der Corona-Pandemie mit der Überlegung, wie wohl die Geschichte unserer Gegenwart erzählt wird.

Zum Vortrag

Die Corona-Pandemie stellte unser Leben 2020 auf den Kopf: Lockdowns, Hamsterkäufe, Ängste vor dem Virus und vor Infizierten aber auch Solidarität in der Nachbarschaft und im Nahbereich prägten mehrere Jahre lang den Alltag. Obwohl diese Zeit noch gar nicht so lange her ist, lohnt es sich jetzt schon, die Geschichte der Coronapandemie aufzuarbeiten. Malte Thießen stellt in seinem Vortrag Chancen und Schwierigkeiten einer Aufarbeitung der Coronapandemie vor und präsentiert erste Befunde einer Geschichte unserer Gegenwart, die noch lange nicht zu Ende ist.

Thießen leitet das LWL-Institut für westfälische Regionalgeschichte und lehrt als apl. Prof. Neuere und Neueste Geschichte an der Universität Münster. Zurzeit arbeitet er zur Geschichte von Pandemien und Impfungen, zur Geschichte der Digitalisierung sowie zum „Dritten Reich“ und der Erinnerungskultur nach 1945.

Wie bei allen Veranstaltungen der Reihe „Geschichte erzählen“ soll es dabei nicht nur um den Vortrag selbst gehen, sondern auch um einen anschließenden Austausch. Deshalb soll es wie immer im Anschluss an den Rundgang in der Westfälischen Stube des Stadtmuseums noch Gelegenheit geben, sich über das Erfahrene im lockeren Gespräch auszutauschen.

Zur Vortragsreihe

Wie entstehen Stadtkultur und unser städtisches Selbstbild, unsere „Identität“ als Ort? Von wem wird unsere Stadtgeschichte erzählt? Mit diesen Fragen soll sich jeden Monat ein neuer Vortrag beschäftigen. Die Teilnahme ist kostenlos, Anmeldungen nimmt das Stadtmuseum sowie die VHS Werne entgegen. Aber auch spontane Besucherinnen und Besucher sind willkommen.

Jeden Monat, jeweils am zweiten, bei Feiertagen ausweichend am dritten, Donnerstag des Monats beleuchtet ein Vortrag unterschiedliche Aspekte der Stadtgeschichtsschreibung oder der Stadtgeschichte Wernes. Die Veranstaltungsreihe findet in Zusammenarbeit mit der VHS Werne und dem Förderverein Stadtmuseum statt.

Alle Termine sind im Online-Veranstaltungskalender der Stadt Werne und auf der Webpräsenz der VHS Werne einsehbar.

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