Montag, Januar 12, 2026

„Wahr-Zeichen“ vermitteln Wahrheiten

Anzeige

Werne. Auf der Suche nach „Wahr-Zeichen“ lud der Vorsitzende des Vereins „Freunde des historischen Stadtkerns Werne“, Karl-Heinz Schwarze, am „Tag des offenen Denkmals“ zu einem Rundgang durch die Stadt ein.

Im Mittelpunkt stand dabei die Frage, inwieweit Denkmale tatsächlich als „Wahr-Zeichen“ Wahrheiten vermitteln. Rund 35 Interessierte waren der Einladung zu diesem Ausflug in die Werner Geschichte gefolgt. Anders als vorgesehen startete die Führung in der Christophorus-Kirche. Hier erläuterte der pensionierte Lehrer anhand eines Wandbildes, wie man damals mit hilflosen Menschen umging.

- Advertisement -

Rundgang zum „Tag des offenen Denkmals“

Über den Kirchplatz führte der Weg in die Magdalenenstraße zum ehemaligen Standort des Heilig-Geist-Hospizes. Urkundlich erwähnt wurde dieses Haus für arme, alte und kranke Menschen erstmals im Jahr 1451. Eine Plakette an der Hauswand erinnert an die Art der Fürsorge vor rund 600 Jahren in Werne. Nur ein paar Meter weiter ist am Ackerbürgerhaus in der Kleinen Burgstraße zu erkennen, wie die Gesellschaft im Mittelalter eingeteilt war. Die Ackerbürger lebten von der Landwirtschaft. Ihre Gärten und Felder lagen außerhalb der Stadtmauern. Handwerk, wie das des Stuhlmachers Elberfeld in der Burgstraße 15/Westmauer 15, und Handel beschränkten sich auf den heimischen Markt. An den Fassaden der Häuser auf der Steinstraße lassen sich die verschiedenen Epochen der Architektur und oft auch wirtschaftliche Verhältnisse der Eigentümer ablesen. 

Bei Problemen sollten die Menschen nicht sofort nach Hilfe von Staat und Verwaltung rufen, sondern in Eigeninitiative nach Lösungen suchen, appelliert Karl-Heinz Schwarze. Foto: MSW
Bei Problemen sollten die Menschen nicht sofort nach Hilfe von Staat und Verwaltung rufen, sondern in Eigeninitiative nach Lösungen suchen, appelliert Karl-Heinz Schwarze. Foto: MSW
Karl-Heinz Schwarze (2.v.l.) lud ein zu einem Rundgang durch die Werner Stadtgeschichte. Foto: MSW
Karl-Heinz Schwarze (2.v.l.) lud ein zu einem Rundgang durch die Werner Stadtgeschichte. Foto: MSW

Zum Schluss der Führung rief Schwarze dazu auf, mehr Eigenverantwortung zu zeigen. Früher sei es eine Selbstverständlichkeit gewesen, dass jeder sich darum kümmerte, Schwierigkeiten zu beseitigen, sagte Schwarze. Heute werde sofort nach der Stadtverwaltung oder dem Staat gerufen, wenn es Probleme gebe. Eine Lehre, die man aus der Geschichte ziehen könne: Man muss selbst tätig werden, um Probleme zu lösen.

Anzeige

Weitere Artikel von Werne Plus

Kinderfeuerwehr in Gründung: Wichtiger Baustein auch für Werne

Werne. Die Nachwuchsarbeit ist ein zentraler Baustein für die Zukunft der Freiwilligen Feuerwehr - auch in Werne. "Um Mädchen und Jungen frühzeitig für Gemeinschaft,...

TOP 50 hatte viel Spaß beim Spielenachmittag

Werne. Zu einem geselligen Spielenachmittag trafen sich 26 Teilnehmer der TOP 50-Gruppen des WSC am letzten Samstag in den Räumen des Martin-Luther-Zentrums. Auf dem...

„Und wenn wir alle zusammen ziehen?“ – Komödie im Kolpingsaal

Werne. Am Mittwoch (14.01.2026) gastiert die Komödie „Und wenn wir alle zusammen ziehen?“ im Kolpingsaal. Beginn ist um 20 Uhr. Fünf Menschen im fortgeschrittenen Alter...

Distanzunterricht an Schulen läuft – keine „Notbetreuung“ angeordnet

Werne. Wegen Glättegefahr findet am Montag (12.01.2026) kein Präsenzunterricht an den Schulen in NRW statt. Das teilte die Bezirksregierung Arnsberg gestern Nachmittag mit. An...