100 Jahre Schützenverein Langern: Ein Jäger ist nun König

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Werne-Langern. Ein gestandener Waidmann ist neuer Schützenkönig in Langern. Nach einem spannenden Duell der besten Schützen gelang es Egbert Ortmann, dem Vorsitzenden des Schützenvereins Langern, den letzten Rest des prächtigen Holzvogels von der Stange zu holen.   

Nur alle drei Jahre treffen sich die Schützenbrüder und -schwestern in Langern zum Schützenfest. Dieses Mal gab es für den Schützenverein noch einen besonderen Grund zum Feiern, der 1925 gegründete Verein konnte an diesem Wochenende sein 100-jähriges Bestehen begehen.

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Der erste Höhepunkt des Festwochenendes war am Freitagabend der Festball. Egbert Ortmann berichtete: „Im vollbesetzten Festzelt herrschte eine Superstimmung!“ Diese Welle der Begeisterung wogte aber nicht nur am Festabend durch den kleinen Stadtteil. Wie der Vorsitzende weiter bilanzierte, konnten im Vorfeld der Jubiläumstage sieben neue Mitglieder aufgenommen werden. Damit bestünde der Verein nun aus 150 Schützen, von denen etwa 40 Prozent Frauen seien. Ortmann konkretisierte: „Zehn dieser Frauen sind aktiv, sie tragen Uniform.“

Der Samstag begann mit einer Messfeier in der Antoniuskapelle und der anschließenden Kranzniederlegung am Ehrenmal. Nahezu pünktlich gegen 11 Uhr wurde es für die Schützen ernst. Für das 28. Königsschießen thronte ein prächtiger Holzadler auf der Stange, der sonst vielleicht ein Schmuckstück in einem Wohnzimmer hätte werden können. Doch dem Holzvogel in Langern drohte ein anderes Schicksal. In Stücke geschossen fiel er zu Boden. Wer das letzte Stück mit einem gekonnten Schuss von der Stange holte, war, wie in Schützenkreisen üblich, der neue König.

Zu den ersten Gratulanten gehörte das Königspaar des letzten Schützenfestes 2022. Das Bild zeigt Egbert Ortmann (rechts), Marianne Böckenholt und Maurice Smits. Foto: Steinmüller

Dieser entscheidende Schuss gelang dem Vereinschef, der als passionierter Jäger Treffsicherheit unter Beweis stellte. Übrig waren nur noch das Holzteil mit den Schwanzfedern des einst so stolzen Vogels. Als dieses Relikt des Stangenadlers fiel, brandete Beifall auf, wurden Horrido-Rufe laut und der treffsichere Vorsitzende konnte für eine Weile die Welt des Schützenfestes aus der erhobenen Höhe der starken Arme zweier Schützenbrüder genießen, die ihn in die für einen König gebührende Höhe hoben.

Die Wegbereiter für diesen Sieg waren jene Schützen, die bestimmte Teile des Holzvogels  zu Fall brachten. Krone: Christoph Bargel, Fässchen: Lars Zimmermann, Zepter: Friedhelm Kleinhans, Apfel: Michael Gillmann, linker Flügel: Marc Mennes, rechter Flügel: Egbert Ortmann.

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